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Innenpolitik

Nun ist Hofer der Chef in der FPÖ

Archivbild aus dem Präsidentschaftswahlkampf: Strache fotografiert Hofer mit einem Fan
Archivbild aus dem Präsidentschaftswahlkampf: Strache fotografiert Hofer mit einem FanAPA/ERWIN SCHERIAU
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Wie ist nun eigentlich das Verhältnis zwischen Heinz-Christian Strache und Norbert Hofer? Eine Spurensuche vor der Entscheidung über die Zukunft des Ex-FPÖ-Chefs.

Nun ist Norbert Hofer der Chef. Und Heinz-Christian Strache, der die Partei wieder aufgebaut hatte, könnte es ergehen wie Jörg Haider, der die FPÖ einst groß gemacht hatte: Er könnte aus der Partei ausgeschlossen werden. Wenn er sein EU-Mandat annimmt. Norbert Hofer, der neue Chef, bemühte sich aber zuletzt, die Dramatik herunterzuspielen. Er habe das Gefühl, Strache werde das Mandat nicht annehmen, er werde Teil der Familie bleiben.

Vor dem Jahreswechsel 2015/2016 hätte niemand damit gerechnet, dass diese Konstellation je eintreten würde. Dass Norbert Hofer jemals Parteichef der FPÖ werden könnte. Der Burgenländer war damals Dritter Nationalratspräsident. Der Plafond schien damit erreicht. Strache versuchte zwar, ihn, nachdem er schon mehrere andere Varianten durchgedacht und wohl auch kontaktiert hatte, zur Bundespräsidentschaftskandidatur zu überreden. Hofer sagte aber ab, nicht zuletzt aus gesundheitlichen Gründen traute er sich das nicht zu. Die FPÖ wollte dann Ursula Stenzel aufstellen. Doch ein Proteststurm an der Basis brach los. Strache bekniete Hofer erneut. Dieser sagte nun aus Parteiräson zu.