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Schnellauswahl

"Single Transferable Vote": Wiener Grüne schmieden Wahlliste

Sigrid Maurer bewirbt sich um einen Platz auf der Liste der Wiener Grünen.
Sigrid Maurer bewirbt sich um einen Platz auf der Liste der Wiener Grünen.(c) Clemens Fabry, Presse
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Am 22. Juni wird die Landesliste für die Nationalratswahl erstellt - mit einem neuen Modus. 29 Personen bewerben sich um die vorderen Plätze - auch Sigrid Maurer.

Die Wiener Grünen wählen im Rahmen einer Landesversammlung am 22. Juni ihre Landesliste für die Nationalratswahl im September. 29 Personen bewerben sich um die vorderen Plätze. Die Abstimmung erfolgt erstmals nach einem bei den Wiener Grünen kürzlich neu eingeführten Modus - dem "Single-Transferable-Vote"-System.

Es ersetzt die bisherige Gepflogenheit, die Listenplätze in Blöcken abzustimmen. Diese Variante hatte immer wieder für Unmut gesorgt. Mitunter waren Mandatare an einer Kandidatur auf einem aussichtsreichen Listenplatz gescheitert, weil sie die angestrebte vordere Position nicht ergattern konnten - was zumindest bei der Nationalratswahl 2017 letztendlich irrelevant war, da die Ökopartei aus dem Nationalrat flog.

Von "Instant Runoff“ und "Single-Transferable-Vote"

Nun ist jedenfalls der Wahlmodus neu. Er sollte erstmals bei der Erstellung der Liste für die Wien-Wahl 2020 zum Einsatz kommen, erlebt dank Neuwahl im Bund aber nun bereits seine Feuertaufe. Es handelt sich um ein durchaus komplexes System - da es ähnlich wie die "Instant-Runoff"-Methode quasi eine Stichwahl inkludiert hat. "Instant Runoff" kam bei der Wahl Birgit Hebeins zur Spitzenkandidatin für die Wien-Wahl zum Einsatz.

Auch beim "Single-Transferable-Vote"-System werden die Kandidaten von den Wählern gereiht. In der Auszählung werden nicht nur die erstgenannten Namen, sondern auch die dahinter aufgelisteten Personen berücksichtigt.

Zur Auswahl stehen 29 Personen. Mit dabei sind unter anderem Eva Blimlinger, die Rektorin der Akademie der bildenden Künste, die Ex-Mandatarinnen Sigrid Maurer und Alev Korun, Bundesrätin Ewa Dziedzic, der Anwalt Georg Bürstmayr sowie die Wiener Gemeinderatsabgeordneten Faika El-Nagashi und Martin Margulies. Auch Daniela Kickl, die Cousine von FPÖ-Klubchef Herbert Kickl, bewirbt sich.

Doch damit nicht genug des Abstimmens: Im Rahmen der Landesversammlung werden am 22. Juni auch die Weichen für den endgültigen Wechsel an der Spitze der Wiener Grünen gestellt. Noch-Gemeinderätin Birgit Hebein wird von der Parteibasis als Nachfolgerin von Maria Vassilakou nominiert.

Die offizielle Kür zur neuen Verkehrs- und Planungsstadträtin bzw. als Vizebürgermeisterin findet dann wenige Tage später im Gemeinderat statt. Parteichefin wird Hebein nicht, da es dies Position bei den Wiener Grünen nicht gibt. Sie ist jedoch auch bereits als Spitzenkandidatin für die nächste Wien-Wahl fixiert.

(APA)