NGO-Schiff "Sea-Watch 3" in Richtung Malta unterwegs

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Der italienische Innenminister Matteo Salvini hatte ein Landeverbot für das Rettungsschiff erteilt, das als "nicht ungefährlich" bezeichnet wurde.

Nachdem es am Donnerstag in Richtung Lampedusa unterwegs gewesen ist, hat das Rettungsschiff "Sea-Watch 3" der deutschen NGO Sea-Watch den Kurs geändert und steuert jetzt auf Malta zu. Der italienische Innenminister Matteo Salvini hatte am Donnerstag ein Landeverbot für das Rettungsschiff erteilt, das als "nicht ungefährlich" bezeichnet wurde.

Die Crew der "Sea-Watch 3" erklärte, dass sie die 52 Migranten an Bord nicht nach Libyen zurückbringen werde, wie Salvini forderte. Prompt kam die Reaktion des italienischen Innenministers. "Die 'Sea-Watch' kidnappt Migranten aus politischen Motiven. Sie streitet mit Italien auf Kosten der Migranten, die tagelang an Bord des Schiffes bleiben müssen", so Salvini.

Der Innenminister und Lega-Chef sagte am Donnerstag, die "Sea-Watch 3" habe von den Libyern einen Hafen für die Landung der Migranten zugewiesen bekommen. Der libysche Hafen sei nach internationalem Recht kein "sicherer Hafen", erwiderte die NGO per Twitter. "Gerettete Menschen in ein Kriegsland zurückzubringen, damit sie inhaftiert und gefoltert werden, ist ein Verbrechen", schrieb die Organisation.

 

(APA)