Serien

Das goldene Jahrzehnt der Serien

Für viele stand Jill Soloways „Transparent“ am Anfang ihrer Serien-Sucht. In der fünften, finalen Staffel spielt Jeffrey Tambor (Mitte) nach Missbrauchs- vorwürfen nicht mehr mit.(c) Amazon

Im Windschatten von Großproduktionen wie »House of Cards« oder »Game of Thrones« waren der kreativen Freiheit wenige Grenzen gesetzt. Einige Empfehlungen der Redaktion - und eine Prognose: Ein paar Jahre wird das noch so bleiben.

Womit hat es angefangen? Für manche von uns mit „Transparent“. Für andere mit „House of Cards“. Serien, die wir damals noch irgendwo im Netz klauten, uns gegenseitig versichernd, dass das in Österreich ja nicht strafbar sei. Also nur so halb illegal. Amazon Prime? Netflix? Hatte damals noch fast keiner. Am ehesten fand sich noch jemand im Bekanntenkreis, der Sky abonniert hatte. Meist des Sports wegen.

Es war 2014 und wir gewöhnten uns erst daran, dass man auf die nächste Folge einer Serie nicht warten musste. Viele von uns „bingten“ zum ersten Mal. Es war der Beginn eines Rausches – auch, weil der Stoff so gut war. Sicherlich, schon früher hatte es exzeptionelle Serien gegeben, man denke an die Real-Dystopie „The Wire“ oder „Die Sopranos“ über einen von Panikattacken geplagten Mafiaboss mit seiner abgründig boshaften Mutter. Aber jetzt ging es Schlag auf Schlag. Netflix, Amazon und Sky lieferten sich im Kampf ums Publikum ein Rennen um den besten Content – und wir schauten zu.