Christian Kern: "Hoch gewinnt die SPÖ das nimmer"

Christian Kern im Mai 20108
Christian Kern im Mai 20108APA/HERBERT PFARRHOFER

Der ehemalige SPÖ-Chef geht auf Distanz zu seiner Nachfolgerin Pamela Rendi-Wagner. Kontakt gebe es keinen, außer "gelegentlich ein Sms".

Ex-SPÖ-Chef Christian Kern geht auf Distanz zu seiner Nachfolgerin Pamela Rendi-Wagner und gibt der Partei wenig Chancen bei der bevorstehenden Nationalratswahl. "Hoch gewinnt die SPÖ das nimmer", sagte der Altkanzler in der "Tiroler Tageszeitung". Allerdings sei das Potenzial höher, als Umfragen zeigen würden. 

Aufhorchen ließ Kern mit der Aussage, dass er das letzte Mal bei der Amtsübergabe mit (der von ihm ursprünglich forcierten) Rendi-Wagner gesprochen habe und es keinen Kontakt zwischen ihnen gebe außer "gelegentlich ein Sms".

Dass er Rendi-Wagner als seine Nachfolgerin forciert habe, bezeichnet Kern als die „absolut“ richtige Entscheidung. Leise indirekte Kritik übte der kurzzeitige SPÖ-Chef aber an der Personalauswahl Rendi-Wagners. Zum Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda meinte er etwa: "Rendi-Wagner hat ihn ausgewählt. Damit ist er der Richtige." Und dass der Wiener Christian Deutsch Wahlkampfmanager wird, kommentierte Kern ziemlich deutlich mit den Worten: "Die Vorsitzende wird ihre Überlegungen haben. Auch wenn sie sich nicht jedem auf Anhieb erschließen."

>> Interview in der „Tiroler Tageszeitung"