Neues Krankenkassen-Logo soll 400.000 Euro kosten

Die Umsetzung der Kassenreform, ein Prestigeprojekt der mittlerweile zerbrochenen türkis-blauen Regierung, ist derzeit in vollem Gange. Der neue Markenauftritt ist mit hohen Kosten verbunden, wie die „Krone“ berichtet.

Die mit Jahresanfang an den Start gehende Österreichische Gesundheitskasse bekommt auch ein Logo. Ein Erstentwurf zeigt einen grünen Kreis und den schwarzen Schriftzug "Österreichische Gesundheitskasse". Die Kosten für den Auftrag sollen sich auf satte 400.000 Euro belaufen. Dafür hat laut "Krone" (Sonntagsausgabe) eine türkis-blaue Mehrheit in den Gremien gestimmt.

Die Umsetzung der Kassenreform, ein Prestigeprojekt der mittlerweile zerbrochenen türkis-blauen Regierung, ist derzeit in vollem Gange: Statt neun Gebietskrankenkassen soll es ab 1. Jänner 2020 eine Österreichische Gesundheitskasse geben. Umgesetzt wird die Reform vom sogenannten Überleitungsausschuss, der Anfang April seine Arbeit aufgenommen hat. Dort gibt es eine türkis-blaue Mehrheit, rote Vertreter klagen gegenüber der "Krone", dass sie bei Abstimmungen überstimmt werden.

Auch in der Kostenfrage für das Logo soll über die roten Vertreter drübergefahren worden sein. Den Auftrag erhalten hat laut dem Bericht die Agentur GGK MullenLowe - nach einer Ausschreibung vom damals noch blauen Sozialministerium.

Erst im April sorgten die Kosten für den neuen Markenauftritt der Stadt Wien für Kritik. Die Erarbeitung des Logos ließ sich die Stadt 595.000 Euro kosten.