Austrias Trainer schätzt die Chance auf den Titelgewinn auf „20 bis 30 Prozent“.
Wien (apa). „Unser Handicap ist, dass Sturm drei Tage nach dem Liga-Endspiel um den ÖFB-Cup spielt. Daher sind die Chancen der Salzburger höher als in einem normalen Spiel“, meint Austrias Erfolgstrainer Karl Daxbacher vor dem Showdown am Donnerstag. Austria muss im Spiel gegen Ried auf einen Umfaller Salzburgs in Graz hoffen. „Wir werden mit Vollgas agieren und unsere Fans werden uns dabei unterstützen.“ Binnen weniger Stunden war das Horr-Stadion ausverkauft. 13.500 Fans werden erwartet.
Die Austria hat in dieser Saison vor eigenem Publikum 13-mal gewonnen und dreimal remisiert. Die einzige Heimniederlage gab es im März gegen den Lask (0:1). Austrias letzte Niederlage, datiert vom 14.März, war aber umso schmerzlicher: 0:2 bei Rapid.
Seit elf Runden sind die Veilchen ungeschlagen. Neun Siege und zwei Unentschieden sprechen eine klare Sprache.
Ganz anders sieht es in Ried aus. Da wurde im Winter nichts in die Mannschaft investiert, Trainer Paul Gludovatz ließ junge Nachwuchsspieler Erfahrungen sammeln, und diese waren mitunter bitter. Im Frühjahr gab es nur drei Siege, zwei Remis und elf Niederlagen. „Von uns gibt es keine Geschenke“, stellt der Ried-Trainer sicherheitshalber klar.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.05.2010)