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Erweiterungspolitik: Der Westbalkan in der EU-Sackgasse

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Albanien hat nicht nur die Hitze mit dem Rest Europas gemein – Kinder am Skenderbeg in der albanischen Hauptstadt Tirana(c) Visar Kryeziu / AP / picturedesk

Sechs Jahre nach Kroatiens Beitritt sind weitere neue Mitglieder in weiter Ferne. Die EU-Regierungen werden das Thema diese Woche erneut auf die lange Bank schieben.

Brüssel. Zwei Wochen vor dem sechsten Jahrestag des Beitrittes von Kroatien zur EU herrscht in den Regierungskanzleien der verbleibenden sechs Westbalkanstaaten, die noch nicht Mitglieder der Union sind, Trübsal. Denn so sehr sich Albanien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien, Kosovo und Serbien auch um jene Reformen bemühen, welche eines Tages die Tür zur ersehnten Mitgliedschaft in der First Class Europas aufstoßen mögen: dieser Tag ist in unbestimmte, jedenfalls sehr ferne Zukunft gerückt.