Cyber-Versicherungen boomen

Seitdem die Datenschutzgrundverordnung vor einem Jahr in Kraft getreten ist, müssen Cyberattacken ausnahmslos der Datenschutzbehörde gemeldet werden.
Seitdem die Datenschutzgrundverordnung vor einem Jahr in Kraft getreten ist, müssen Cyberattacken ausnahmslos der Datenschutzbehörde gemeldet werden.(c) REUTERS (Kacper Pempel)
  • Drucken

Immer mehr Unternehmen schützen sich mit einer Versicherung gegen Schäden durch Hackerattacken. Das hat auch mit der Datenschutzgrundverordnung zu tun.

Wien. Die meisten Unternehmen jammern über die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), schließlich müssen sie, seitdem diese vor einem Jahr in Kraft getreten ist, eine Fülle an neuen Regeln und Vorschriften befolgen.

Doch es gibt auch Unternehmen, die von dem umfassenden Regelwerk profitieren. Versicherungen zum Beispiel: Sie können einen deutlichen Anstieg bei den Abschlüssen von Cyber-Versicherungen verzeichnen. „Wir bieten schon seit 2013 eine Cyber-Versicherung an“, sagt Gabor Sas, Risikoexperte bei der Allianz Global Corporate in Österreich. „Doch im vergangenen Jahr hat sich die Anzahl der Polizzen verdoppelt, momentan liegen wir im dreistelligen Bereich.“ Auch bei der Wiener Städtischen freut man sich über die stark gestiegene Nachfrage an ihren Cyberprodukten: „Wir verzeichnen seit Inkrafttreten der DSGVO allein im KMU-Segment Abschlüsse von mehreren Hundert Verträgen. Die Versicherungssumme hat sich insgesamt auf rund 50 Millionen Euro erhöht. Zählt man die Verträge im Privatbereich hinzu (rund 12.000) ergibt sich ein Volumen von 65 Millionen Euro“, sagt Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.