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Donauinselfest: Regenponchos beim Finale ausgepackt

Die Besucher sind trotz leichter Regenschauer in guter Stimmung.
Die Besucher sind trotz leichter Regenschauer in guter Stimmung.APA/HERBERT P. OCZERET

Die Veranstalter hofften auf einen halbwegs trockenen Abschluss. Der dritte Tag brachte Tocotronic, Revolverheld und Alvaro Soler auf die Bühne.

Das Donauinselfest war am Sonntag ins Finale der 36. Ausgabe gestartet. Das musikalische Niveau gestaltete sich dabei keineswegs tiefer als in den vergangenen beiden Tagen, der Boden aber sehr wohl. Schuld daran war der immer wieder einsetzende Regen. Trotzdem waren auch am Nachmittag schon manche Inselfans fleißig unterwegs.

Zum traditionellen Sonntagsnachmittagspublikum gehören etwa Eltern mit kleineren Kindern, die die Gelegenheit nutzen, ohne größeres Gedränge über die Insel zu flanieren. So manche gönnten sich auch einen kurzen Zwischenstopp bei der Festbühne - wo etwa Mädchenschwarm Alvaro Soler den Soundcheck absolvierte.

Gegen 16.00 Uhr begann es nach längerer Pause wieder leicht zu tröpfeln, worauf die ersten Regenponchos ausgepackt wurden. Die dunklen Wolken wurden in weiterer Folge eher mehr als weniger - genauso wie der Regen. Der dürfte laut aktuelle Prognosen zwei Stunden andauern. Treffen diese zu, würde zumindest das Hauptabendprogramm halbwegs im Trockenen über die Bühne(n) gehen.

Dieses wird neben Alvaro Soler etwa das heimische Duo King & Potter, die deutsch-kanadische Popsängerin Alice Merton, DJ Felix Jaehn und später die deutsche Band Revolverheld auf der Festbühne beinhalten. Das Finale auf der FM4-Bühne wird von der ebenfalls aus Deutschland stammenden Kultformation Tocotronic bestritten, wobei vorher unter anderem Scheibsta und die Buben aufspielen werden.

"In Summe sehr gut gelaufen"

In einer ersten Bilanz zeigte sich Parteimanagerin Barbara Novak mit dem Dreitagesfest zufrieden: "In Summe ist es sehr gut gelaufen", sagte sie. Das neue Ebner-Eschenbach-Areal speziell für Frauen sei gut angekommen und soll daher ein fixer Bestandteil werden. Anlass für die Schaffung des Ebner-Eschenbach-Areals war, dass es wegen der Praterinsel, die sich zuvor in diesem Bereich befunden hatte, immer wieder zu Diskussionen mit den Behörden gekommen sei, erzählte die Landesparteisekretärin. "Wenn es Konflikte auf der Insel gegeben hat, dann in diesem Bereich." Aus diesem Grund habe man sich entschieden, dort etwas Neues zu machen.

Das diesjährige Donauinselfest ist das erste, das komplett unter Novaks Führung organisiert wurde. Mit dem Output ist sie sehr zufrieden. "Dadurch, dass das Wetter gehalten hat, hatten wir Freitag und Samstag sensationelle Besucherzahlen." Eines ihrer Highlights war das Konzert von Austropop-Legende Wolfgang Ambros am gestrigen Samstag auf der Festbühne, zu dem rund 100.000 Zuhörer gekommen sind. Ihrer Ansicht nach war dies eines der legendärsten Konzerte des Donauinselfests: "Es wird Kult-Charakter-Status haben. Was sich da abgespielt hat, war unglaublich."

Eine Idee für eine Nachjustierung hätte Novak doch: Nach dem Massenansturm auf das Yung-Hurn-Konzert auf der FM4-Bühne, wo zeitweise der Zustrom zur Bühne gestoppt werden musste, könnte überlegt werden, "ob man noch flexibler sein kann in der Programmgestaltung, wenn schon alles steht und man Bühnen wechselt". Aber das sei wohl recht schwierig, betonte sie: "Über solche Dinge muss man lange logistisch tüfteln und mit den Sicherheitsleuten reden."

Ein großes Thema an diesem Wochenende war auch das Wetter. Bisher hat sich dies bis auf ein paar kurze Schauer auch am heutigen Sonntag gut gehalten - entgegen der eigentlichen Prognosen: "Wir haben immer gehört: Es wird regnen, regnen, regnen. Es hat Gott sei Dank durchgehalten. Selbst heute Abend werden wir vom Regen verschont bleiben und die Hauptacts können gut über die Bühne gehen", ist sie zuversichtlich.

 

(APA)