China will keine Debatte über Hongkong auf G-20-Gipfel zulassen

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Kein anderes Land habe das Recht, sich einzumischen, hieß es aus China.

China will auf dem bevorstehenden Gipfel der 20 größten Industrie- und Schwellenländer (G-20) im japanischen Osaka keine Debatte über die jüngsten Proteste in Hongkong zulassen. "Hongkong ist eine Sonderverwaltungszone Chinas", sagte Vize-Außenminister Zhang Jun. "Die Angelegenheiten Hongkongs sind eine reine innere Angelegenheit Chinas. Kein anderes Land hat das Recht sich einzumischen."

In Hongkong hatte es zuletzt die größten Massenproteste seit
Jahrzehnten gegeben. Dabei kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen
zwischen Demonstranten und Polizei. Anlass ist ein inzwischen auf
Eis gelegtes Gesetzesvorhaben, das Auslieferungen auch an China
ermöglichen soll.

Beobachter sehen in der Protestbewegung inzwischen den Ausdruck
eines generellen Grolls gegenüber der Regierung und Peking. Nach dem
Prinzip "Ein Land, zwei Systeme" wurden der früheren britischen
Kronkolonie eigentlich bis 2047 politische Grundrechte wie
Meinungs-und Pressefreiheit zugesichert, die in China nicht gelten.
Angesichts der Entwicklung in den vergangenen Jahren sehen viele
Hongkonger diese Freiheiten in Gefahr.

(APA/Reuters)