Formel 1: Sogar Seriensieger Hamilton stört die Fadesse

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APA/AFP/GERARD JULIEN

Lewis Hamilton ist nach dem Sieg in Le Castellet weiter auf direktem Weg zum nächsten WM-Titel, der Brite jedoch stimmt in das Klagelied der Königsklasse ein. „Wir sollten die Leute an der Spitze unter Druck setzen. Die Fahrer sind daran nicht schuld!"

Weltmeister Lewis Hamilton kann die Kritik an der aktuellen Eintönigkeit der Formel 1 verstehen. "Ich sehe den Schlamassel, in dem wir stecken", sagte der Mercedes-Pilot im südfranzösischen Le Castellet nach seinem vierten Sieg in Serie.

"Aber das ist nicht die Schuld der Fahrer", betonte der WM-Spitzenreiter. Die Formel 1 bewege sich seit Jahren in einem konstanten Kreislauf "aus schlechten Entscheidungen", monierte der 34 Jahre alte Brite.

Hintergrund seien die Strukturen der Rennserie, die noch aus der Zeit des früheren Chefvermarkters Bernie Ecclestone stammen. Die ungleiche Geldverteilung, die Schwäche des Weltverbands FIA als oberste Sportbehörde und den zu großen Einfluss der Teams auf das Regelwerk sieht Hamilton als Probleme. "Wir sollten die Leute an der Spitze unter Druck setzen, die ihren Job erledigen sollten", sagte der fünfmalige Weltmeister.

Mit Mercedes dominiert Hamilton seit Anfang 2014 die Formel 1. In den vergangenen fünf Jahren holte das Team alle WM-Titel. In dieser Saison haben die Silberpfeile alle bisherigen acht Rennen gewonnen, Hamilton davon allein sechs. Daher wuchs zuletzt wieder der Unmut über die Vorhersehbarkeit der Motorsport-Königsklasse.

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