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Hühnerbrühe für Veganer? Londons Sterneküche kocht über

Würfelkrise in Soho
Würfelkrise in SohoImago

Ein englisches Arbeitsgericht musste sich jetzt am Rande auch mit der Frage beschäftigen, ob Sternekoch Karunesh Khanna mit Knorr-Brühwürfeln kochen darf oder nicht.

Ein würziger Rechtsstreit zieht derzeit seine Kreise durch London.
Die Kontrahenten sind der ehemalige Restaurantmanager Masif Ali und die Restaurantgruppe Indian Cuisine Limited, der das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Tamarind in Mayfair und das ungezwungene Tamarind Kitchen in Soho gehören.

Auslöser des Streitfalls waren offenbar Alis Vorwürfe, wonach der Chefkoch der Gruppe, Karunesh Khanna, Knorr-Hühnerbrühe verwendet habe, ohne dies auszuweisen. Pikantes Detail: er soll die gepresste Würze auch in vegetarische und vegane Gerichte eingebracht haben. Ali äußerte seine Bedenken vor allem wegen der hohen Anzahl von Halal-Gästen an mehreren Stellen und wurde daraufhin entlassen, so die Kurzversion.

Diese Kündigung kam unterdessen auch vor ein Arbeitsgericht. Dieses entschied zugunsten des Klägers und kam zu dem Ergebnis, dass Mafis Ali zu Unrecht entlassen wurde. Eine explizite Verwendung von Hühnerbrühe in veganen und vegetarischen Gerichten konnte allerdings nicht nachgewiesen werden.

Der Direktor der Restaurantgruppe, Fateh Dhaliwal, wies durch einen Sprecher einige der Vorwürfe gegenüber „Eater London" zurück. "Wir haben noch nie Hühnerbrühepulver in veganen oder vegetarischen Gerichten verwendet", sagte er. Er bestritt aber nicht, dass sie in der Küche des Restaurants verwendet wurde, und stellte auch klar, dass die Anschuldigungen nur Tamarind Kitchen in Soho betrafen und nicht das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Mayfair-Flaggschiff. Karunesh Khanna habe während einer Renovierung in Mayfair bei der Menüentwicklung in Tamarind Kitchen geholfen.

>> Details finden Sie in dem Bericht von „Eater London"

(Red.)