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Olympia 2024 mit Breakdance und Skateboard

Symbolbild Skateboard.
Symbolbild Skateboard.(c) imago images / ZUMA Press (Medianews Group/Pasadena Star-Ne)

Auch Surfen und Klettern ins Programm aufgenommen.

Lausanne/Paris. Breakdance, Skateboarding, Surfen und Sportklettern sind auf der Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees in Lausanne ins Programm der Sommerspiele 2024 in Paris aufgenommen worden.

Surfen, Skateboarding und Sportklettern werden schon bei den kommenden Spielen 2020 in Tokio zu sehen sein. Breakdance, das bei den Olympischen Jugendspielen 2018 in Buenos Aires dabei war, hatten sich die Franzosen gewünscht.

Endgültig wird das IOC allerdings erst im Dezember 2020 über die Integration der vier Sportarten in das Paris-Programm befinden, bis dahin wird intensiv beobachtet. Die Organisatoren von Paris 2024 wollen mit ihren Wünschen vor allem ein jüngeres Publikum ansprechen.

Das nun einstimmig ausgefallene IOC-Votum kam wenig überraschend, schon im März waren die Vorschläge vom Exekutivkomitee angenommen worden. In Tokio wird auch Baseball/Softball dabei sein.

 

Olympia-Bewerbung neu

Außerdem hat das IOC in Lausanne die Weiterentwicklung der Bewerbung um Sommer- und Winterspiele beschlossen. Die Schlagwörter: mehr Dialog, Flexibilität und die Möglichkeit, dass eine ganze Region, mehrere Städte oder Länder kandidieren können.

Ebenso sollen Doppelvergaben wie 2024 an Paris und 2028 an Los Angeles möglich sein sowie Umfragen zur Unterstützung der Bevölkerung für potenzielle Olympia-Bewerber vor der Kandidatur gefördert werden. Auch will das IOC beim Zeitpunkt der Wahl eines Gastgebers flexibler sein und nicht wie bisher immer sieben Jahre vor den Spielen wählen.

„Wir wollen zu viele Verlierer vermeiden“, erklärte der Australier John Coates, dessen Kommission die Vorschläge erarbeitet hatte. Das IOC reagierte damit auch darauf, dass zuletzt immer weniger Städte gewillt waren, Olympische Spiele zu organisieren und Bewerbungen am Widerstand der Bewohner gescheitert sind. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.06.2019)