Mittwoch im Westen heißester Tag der Messgeschichte

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Tiroler kühlen sich am Mittwoch im Lansersee ab.APA/JAKOB GRUBER

An 26 Stationen vor allem in Tirol, Vorarlberg und Salzburg, wurden die höchsten Temperaturen seit Messbeginn verzeichnet. Auch der Rekord an Hitzetagen könnte diesen Juni übertroffen werden.

Der Mittwoch brachte an 26 Messstationen der ZAMG den heißesten Tag der jeweiligen Messgeschichte. Für die nächsten Tage erwarten die Experten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auch neue Österreich-Rekorde bei der Anzahl der Hitzetage, hieß es in der Prognose vom Donnerstag.

In einigen Regionen Österreichs war der gestrige Mittwoch nicht nur der heißeste Juni-Tag der Messgeschichte - an 26 Messstationen war es sogar der überhaupt heißeste Tag seit Messbeginn. Darunter waren einige Orte mit sehr langen Messreihen, so Thomas Wostal von der ZAMG.

So übertraf am Mittwoch zum Beispiel Seefeld in Tirol mit 32,7 Grad den bis dahin geltenden Hitzerekord vom 27. Juli 1983 (32,2 Grad). Gemessen wird in Seefeld seit 1948. Schröcken in Vorarlberg verzeichnete am Mittwoch mit 31,7 Grad ebenfalls einen neuen Hitzerekord. Der alte Rekord war hier 31,6 Grad, aufgezeichnet am 7. Juli 2015. Gemessen wird in Schröcken seit 1947.

Beachtliche Allzeit-Rekorde erreichten am Mittwoch auch zwei Bergstationen in Salzburg. Auf der Schmittenhöhe, auf 1.956 Metern Seehöhe, wurden 25,0 Grad gemessen. Bei der auf 2.317 Metern Seehöhe gelegenen Rudolfshütte in den Hohen Tauern waren es 21,8 Grad. Der alte Rekord auf der Schmittenhöhe lag bei 24,6 Grad (30. August 1952) und bei der Rudolfshütte 21,7 Grad (27. Juli 1983). Gemessen wird auf der Schmittenhöhe seit 1933, bei der Rudolfshütte seit 1961.

Der Rekord für die Zahl an Hitzetagen - also Tagen mit mindestens 30 Grad - in einem Juni wird laut ZAMG diese Woche mit großer Wahrscheinlichkeit übertroffen. Er liegt bei 15 Hitzetagen im Juni 2003 in Haiming (Tirol) und Leibnitz (Steiermark). Vor allem an den Wetterstationen Langenlebarn in Niederösterreich, Wien-Innere Stadt und Innsbruck-Universität könnte dieser Rekord in den nächsten Tagen erreicht oder sogar übertroffen werden, so die Prognose.

Tropennacht in sieben Bundesländern

Auch die Nacht auf Donnerstag ist in vielen Regionen Österreichs ungewöhnlich warm gewesen. An 78 Wetterstationen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und somit in sieben Bundesländern wurde eine Tropennacht registriert. Nur in Kärnten und in Tirol wurde eine Tropennacht knapp verfehlt. Eine Nacht gilt als tropisch, wenn die Tiefsttemperatur nicht unter 20 Grad fällt.

In Wien-Innere Stadt war es am wärmsten, hier wurden 25,9 Grad gemessen, gefolgt vom oberösterreichischen Wolfsegg mit 25,1 Grad, und Retz in Niederösterreich mit 24,8 Grad. In Neudorf/Landsee im Burgenland sank die Temperatur nicht unter 24,1 Grad, in Sulzberg (Vorarlberg) wurden 23,2 Grad gemessen, in Mattsee in Salzburg 22,1 Grad und in Laßnitzhhöhe (Steiermark) 21,0 Grad. Vergleichsweise kühl blieb es in Villach (Kärnten), wo 19,5 Grad registriert wurden und in Rinn in Tirol mit 19,3 Grad.

(APA)