Die Wiener Börse hat sich heute, Freitag, am Nachmittag bei moderatem Volumen weiterhin mit schwacher Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.516,10 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 39,19 Punkten bzw. 1,53 Prozent.
Der ATX konnte sich am frühen Nachmittag etwas von seinen Verlaufstiefs lösen, lag aber noch klar im Minus. Die anhaltenden Sorgen der Investoren um die Schuldenkrise in Europa drückten den Euro und auch die europäischen Aktienmärkte ins Minus, hieß es von Marktbeobachtern. Zudem wird befürchtet, dass die Sparprogramme einiger Länder das Wirtschaftswachstum in Europa bremsen könnten.
Vor allem Finanzwerte gerieten europaweit unter Abgabedruck. Die heimischen Titel konnten sich diesem Trend bis dato nicht entziehen und mussten zum Teil recht deutlich Federn lassen.
Die Titel von Raiffeisen International rutschten um 3,18 Prozent ins Minus auf 35,61 Euro. Erste Group erging es mit einem Abschlag in Höhe von 2,41 Prozent auf 31,95 Euro nicht viel besser. Unter den Versicherern zeigten sich UNIQA 2,76 Prozent schwächer bei 14,77 Euro. Vienna Insurance Group verloren 1,98 Prozent auf 33,62 Euro.
Am unteren Ende des Kurszettels fanden sich auch voestalpine, die um 3,56 Prozent auf 24,94 Euro absackten. Andritz verloren 2,85 Prozent auf 43,91 Euro und Strabag korrigierten trotz einer positiven Analystenstimme um 1,56 Prozent auf 19,56 Euro. Die Analysten der RCB haben ihr Kursziel für die Strabag von 23,50 auf 24,00 Euro erhöht und die Kaufempfehlung bestätigt.
Goldman Sachs hat das Kursziel für Intercell von 34,00 auf 32,40 Euro gekürzt, behält die Kaufempfehlung "buy" aber unverändert bei. Die Aktien des Impfstoffherstellers lagen 4,86 Prozent im Plus bei 18,14 Euro und führten damit die Gewinnerliste im prime market an.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 2.556,59 Punkten, das Tagestief lag gegen 12.50 Uhr bei 2.500,16 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 1,65 Prozent bei 1.197,98 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market zehn Titel mit höheren Kursen, 31 mit tieferen und einer unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 7.256.065 (Vortag: 8.625.384) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 184,80 (200,07) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 758.665 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 48,87 Mio. Euro entspricht.