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Lidl Connect startet mit Kampfansage an Hofers Hot

imago images / Westend61
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Die Nummer 38 betritt mit Montag, 1. Juli, den österreichischen Mobilfunkmarkt. „Lidl Connect“ rüttelt als Diskont-Anbieter den Markt auf.

Seit der Übernahme von Orange durch Drei hat der einst auf vier Mobilfunkanbieter aufgeteilte Markt in Österreich zahlreiche neue Anbieter bekommen. Durch die Auflage der österreichischen Regulierungsbehörde RTR müssen die drei Anbieter T-Mobile, A1 und Drei ihre Netze vermieten. Mit dem Einstieg von Hofer mit Hot kam wieder Bewegung in den Markt. Mit Kampfreisen wurde der Markt aufgerüttelt. Ein Ziel, das auch der  deutsche Diskonter Lidl verfolgt. Mit vier Wertkartentarifen startet das Unternehmen mit dem eigenen Angebot durch.

Angeboten wird "Lidl Connect" in den über 240 Filialen sowie online. Das Netz für den "virtuellen" Betreiber kommt von Drei (Hutchison). Mit dem Start von Lidl sind dann 38 Mobilfunker auf dem österreichischen Markt aktiv.

Kampfpreise und kostenlose Rufnummernmitnahme

„‘Lidl Connect‘ passt genau zu unserem Markenversprechen: Immer günstig, immer einfach und in bester Qualität. Unser Ziel ist auch im Mobilfunk das beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Markt - ohne versteckte Kosten und ohne Bindung“ sagt Christian Schug, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Lidl Österreich. 

Mit dem Werbeslogan „Hotter als hot“ greift Lidl direkt den Mitbewerber im Diskontbereich an. Der günstigste Tarif startet bei 7,90 Euro monatlich und beinhaltet 1000 Freiminuten, 1000 SMS und acht Gigabyte inkludiertes Datenvolumen. Der Tarif XL kostet 12,90 Euro und bietet 1500 Freiminuten (60/60 Taktung), 1500 SMS und 15 Gigabyte Datenvolumen. Die Downloadgeschwindigkeiten liegen bei beiden Tarifen bei bis zu 100 Mbit pro Sekunde. Von den inkludierten 15 Gigabyte können im EU-Ausland 5,4 Gigabyte verbraucht werden. Darüber hinaus wird das Megabyte mit 0,7031 Cent verrechnet. Beim günstigeren Tarif sind 3,6 Gigabyte des Datenpakets im EU-Ausland gratis.

Zusätzlich gibt es einen Tarif, der alles extra verrechnet und sich an Kunden richtet, die ihr Mobiltelefon nur wenig nutzen. Hier werden 3,9 Cent pro Minute beziehungsweise SMS verrechnet. Das Megabyte kostet 0,9 Cent. Ein unlimitierter Datentarif wird ebenfalls angeboten. Dieser schlägt mit 19,50 Euro pro Monat zu Buche.

Mit diesen Preisen unterbietet Lidl sogar den bisher günstigsten Anbieter Hofer. Hot-Gründer Michael Krammer kündigte kurz vor dem offiziellen Start von Lidl Connect eine "Datenreserve“ an, die bei der ersten Aktivierung im Monat kostenlos ist, werde dem veränderten Kundenverhalten Rechnung getragen. "Die SMS ist im Aussterben begriffen und das Datenroaming ist explodiert", so Krammer.

„Datenreserve“ für Neu- und Bestandskunden

Auffallend sei, dass der Datenverbrauch innerhalb des Jahres stark schwanke, daher habe sich H.O.T entschieden, seine beiden Pakettarife "fix" und "mega" ab morgen (Freitag) mit der "Datenreserve" aufzurüsten. Wird das Datenlimit zu 80 Prozent aufgebraucht, wird der Kunde verständigt, dass er die Reserve aktivieren kann. Das Angebot gilt für Neu- und Bestandskunden. H.O.T hat über 850.000 Kunden und wird online und über den Handelskonzern Hofer vertrieben.

Auch die A1-Billigmarken haben auf den neuen Mitbewerber reagiert. Die unlimitierten Datentarife wurden bei Yesss und Bob reduziert, sind aber weiterhin teurer als das Konkurrenzangebot.

Lidl Connect gibt es seit 2015 in Deutschland. Dort kooperiert das Unternehmen mit dem Mobilfunkanbieter Vodafone, zuvor mit Telefonica Deutschland.

>>> Lidl Connect

 

 

(bagre)