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Österreich

Das große Jobspektakel und sein Nachspiel

Laut Veranstalter kamen am 4. Juni rund 7000 arbeitssuchende Menschen zum Job Day in die Marx-Halle.
Laut Veranstalter kamen am 4. Juni rund 7000 arbeitssuchende Menschen zum Job Day in die Marx-Halle.(c) Stanislav Kogiku
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Am 4. Juni veranstaltete der Unternehmer Bernhard Ehrlich eine riesige Jobbörse in Wien – mit Unterstützung des Arbeitsmarktservice. Aber man hat sich überworfen. Die Zusammenarbeit wird nicht wiederholt.

Wien. Sie wurde groß getrommelt, die Veranstaltung. Am 4. Juni fand in der Wiener Marx-Halle eine riesige Jobbörse für Arbeitslose statt. Zielgruppe: Ältere, Akademiker und Wiedereinsteigerinnen. In „Wohlfühl-Lounges“ sollten sie auf ihre zukünftigen Arbeitgeber treffen. Laut Angaben des Veranstalters kamen um die 7000 Arbeitssuchende. Organisiert hat das Spektakel Bernhard Ehrlich, ein umtriebiger, bestens vernetzter ehemaliger Medienmanager aus Wien, der sich seit einigen Jahren medienwirksam dem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit widmet.

Weil seine Kontakte weit reichen und sein Marketing gut ist, wurde seine Veranstaltung nicht nur im reichweitenstarken Radiosender Ö3 und in zahlreichen anderen Medien angekündigt. Ehrlich konnte auch das Wiener Arbeitsmarktservice (AMS) für sich gewinnen. Das AMS steuerte 12.000 Euro zur Veranstaltung bei – aber viel wichtiger: Es organisierte über seine Datenbank fast 5000 Arbeitslose, die zur Jobbörse pilgerten und die Sache erst groß machten. Die Zusammenarbeit wird sich aber eher nicht wiederholen.