Marktbericht

Österreich: Mehr Investments im zweiten Halbjahr

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CBRE Österreich rechnet bei den Investmenttätigkeiten im zweiten Halbjahr mit höherem Volumen als bisher. Die Zahlen im Detail.

„Die Pipelines sind gut gefüllt, die Investmenttätigkeiten im ersten Halbjahr 2019 waren allerdings noch etwas verhalten und mit 1,7 Milliarden Euro Volumen beinahe ein Drittel unter dem Volumen des Vorjahres“, fasst es Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE Österreich, zusammen.

„Trotz schwächeren Starts als im Vorjahr gehen wir davon aus, dass bis Ende des Jahres ein ähnliches Investmentvolumen wie im Jahr 2018 erreicht wird – rund vier Milliarden Euro“, sagt Fichtinger weiter. Die optimistische Prognose basiert auf der gut gefüllten Pipeline und der nach wie vor starken Nachfrage – vor allem von ausländischen Investoren.

Beinahe drei Viertel – rund 73 Prozent - aller Investments im ersten Halbjahr 2019 kamen von ausländischen Investoren, rund ein Viertel von Österreichern. „Einmal sind die Österreicher stärker – wie im ersten Halbjahr 2018 – einmal die ausländischen Investoren. Dies dreht sich sehr rasch und hängt auch immer davon ab, wie viel internationales Produkt sich aktuell am Markt befindet“, so Fichtinger.

Büros und Hotels weiterhin beliebt

Die beliebtesten Asset Klassen – bei In- wie Ausländern – sind Büros (rund 47 Prozent), Hotels (ca. 29 Prozent) und Wohnen (rund 20 Prozent). „Hotelinvestments haben im ersten Halbjahr 2019 wieder ein Hoch erlebt – ähnlich wie im Rekordjahr 2016 – der Anteil wird sich aber bis zum Jahresende wieder relativieren“, sagt Fichtinger. Grund dafür ist das überschaubare Angebot am Markt.

Die Spitzenrenditen haben in den meisten Assetklassen weiter leicht nachgegeben. Bei Büroimmobilien lag die Rendite im ersten Halbjahr 2019 bei 3,65 Prozent, für Wohnen Neubau (je nach Lage): 3,10 – 3,60 Prozent und Logistik: 5,10 Prozent. Die Spitzenrendite für österreichische Einkaufszentren folgte dem europäischen Trend und stieg auf 4,10 Prozent.

Ausblick und Projekte

Mit Blick auf die kommenden Monate und die Deals, die noch zu erwarten sind, zeichnet Fichtinger ein positives Bild: „2019 wird kein Rekordjahr, aber ein sehr gutes Jahr. Für das restliche Jahr sind noch einige Abschlüsse von Großtransaktionen vor allem im Büro- und Wohnbereich zu erwarten. Summa summarum können wir davon ausgehen, dass die gute Phase am Investmentmarkt auch aufgrund des weiterhin für Immobilieninvestitionen attraktiven Zinsumfeldes anhält“.

Zu den größten Deals des ersten Halbjahres 2019 gehörten u.a. der Verkauf des T-Center im dritten Wiener Gemeindebezirk sowie die Transaktion des QBC 4 und des Wohnturms des von der Signa entwickelten Projektes Bel & Main, beide am Wiener Hauptbahnhof gelegen.