Was wir über die „Herr der Ringe"-Serie wissen

Gerüchten zufolge will man wieder in Neuseeland drehen.
Gerüchten zufolge will man wieder in Neuseeland drehen.(c) Warner

Amazon dürfte aus den Stoffen von J.R.R. Tolkien die bisher teuerste Serie produzieren. Insgesamt sollen fünf Staffeln geplant sein, Regisseur Juan Antonio Bayona ist an Bord.

Die Rechte an J.R.R. Tolkiens Universum waren 2017 hart umkämpft. Mehr als 250 Millionen Dollar gab Amazon schließlich dafür aus - und schlug damit Netflix bei den Verhandlungen. Nun kommen langsam Details zur ersten geplanten Serie. Was wir bisher schon wissen:

Die Serie ist zeitlich vor den „Herr der Ringe"-Filme angesetzt. Sie spielt im Zweiten Zeitalter, das mit dem Sieg des Letzten Bündnisses über Sauron endet. Es dürfte also der Aufstieg Saurons zum neuen Dunklen Herrscher erzählt werden. Und der Fall Númenors, des Inselreichs, das zwischen Mittelerde und den Unsterblichen Landen lag.

Die teuerste Serie bisher

Insgesamt sollen fünf Staffeln geplant sein. Der spanische Regisseur Juan Antonio Bayona ("Jurassic World: Das gefallene Königreich") wird zwei Folgen inszenieren. Bayona ist auch als ausführender Produzent der Serie an Bord. Über einen Drehstart ist noch nichts bekannt, die erste Staffel wird wohl nicht vor 2021 zu sehen sein.

Die Realisierung wird nochmals exorbitante Summen verschlingen. Insider vermuten, dass das Budget insgesamt bei mehr als einer Milliarde Dollar liegt. Zum Vergleich: 2017 wurde berichtet, dass jede Folge der letzten Staffel von „Game of Thrones" 15 Millionen Dollar kostete. Man schätzt, dass die acht Staffeln noch günstiger waren als die fünf der Serie aus J.R.R. Tolkiens Stoff.

Parallele zu „Game of Thrones"

Amazon-Chef Jeff Bezos soll im vergangenen September ein neues „Game of Thrones“ verlangt haben.Tatsächlich produzierte der Streamingdienst schon viele (auch gute) Serien, eine in der Größenordnung von GoT war aber noch nicht dabei. In einem Post von George R. R. Martin nach dem Finale von „Game of Thrones" konnte man lesen, dass Amazon Bryan Cogman geholt habe, um am Tolkien-Projekt mitzuwirken. Cogman schrieb elf Folgen von „Game of Thrones" und war zum Ende der Show Co-Executive-Produzent.

Tolkiens Werke gehören zu den erfolgreichsten der Literaturgeschichte. Die dreiteilige Verfilmung unter der Regie des Neuseeländers Peter Jackson ("Die Gefährten", 2001; "Die zwei Türme", 2002; "Die Rückkehr des Königs", 2003) gewann 17 Oscars. Die Film-Trilogie mit Stars wie Elijah Wood, Viggo Mortensen und Liv Tyler spielte weltweit annähernd drei Milliarden US-Dollar ein.