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Kreml lüftet Geheimnis: Brand auf Atom-U-Boot

APA/AFP/SPUTNIK/MIKHAIL KLIMENTY
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In der Arktis brach an Bord eines atombetriebenen U-Boots ein Feuer im Batterieraum aus. 14 Matrosen starben an Rauchgasvergiftungen.

Drei Tage hielt sich der Kreml bedeckt, was am Montag in der Arktis an Bord eines Atom-U-Bootes in der Arktis geschah. Es war lediglich bekannt, dass 14 russische Matrosen an Rauchgasvergiftungen starben. Erinnerungen an die Kurs-Katastrophe wurden wach. Auch damals, nach dem Untergang des gleichnamigen U-Bootes vor 19 Jahren, versuchten die russischen Behörden die Vorgänge lange zu vertuschen.

Nach einem Treffen zwischen Russlands Präsidenten Wladimir Putin und Verteidigungsminister Sergej Schoigu gab der Kreml nun erstmals Details zum Unglück in der Arktis bekannt. Demnach brach das verheerende Feuer im Batterieraum des U-Bootes aus. Der Atomreaktor des Gefährts sei nicht von dem Brand betroffen gewesen. Es ist das erste Mal seit dem Unglück, dass Russland einräumte, dass es sich um ein atombetriebenes U-Boot handelte.

Das U-Boot solle nun so schnell wie möglich repariert werden und wieder zum Einsatz kommen.

Die Tageszeitung "Kommersant" berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Militärkreise, dass das Feuer offenbar durch einen Kurzschluss in der Schaltzentrale ausgelöst wurde und Kabel oder Öl in Brand setzte. Durch das Belüftungssystem sei der Rauch dann in die anderen Bereiche des U-Boots verteilt worden. Der Besatzung blieb demnach nicht genug Zeit, sich zu schützen. Lediglich fünf überlebenden Besatzungsmitgliedern sei es gelungen, das Feuer zu löschen und das U-Boot wieder nach oben zu befördern.

Der Kreml hatte bisher erklärt, es habe sich um ein Tiefsee-U-Boot auf einer Mission zur Erforschung des Meeresbodens gehandelt. Da sich jedoch ranghohe Armeeoffiziere an Bord befanden, wird vermutet, dass es sich um keinen gewöhnlichen Einsatz handelte. Am Mittwoch teilte der Kreml dann mit, keine detaillierten Informationen zu dem Unglück bekannt zu geben, da es sich um "Staatsgeheimnisse" handle.

(APA)