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Innenpolitik

Das Match der roten Platzhirsche

Pamela Rendi-Wagner (r.) wird Spitzenkandidatin, Ex-Ministerin Sonja Hammerschmid (Mitte) kandidiert in Niederösterreich.
Pamela Rendi-Wagner (r.) wird Spitzenkandidatin, Ex-Ministerin Sonja Hammerschmid (Mitte) kandidiert in Niederösterreich.(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
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Die schlechten Prognosen lassen etliche SPÖ-Abgeordnete um ihr Mandat zittern und führen zu einem ungemütlichen Gedränge um die besten Plätze auf der Bundesliste.

Wien. Bei den Grünen folgt eine Quereinsteigerin auf die nächste, zuletzt gab die Journalistin Sibylle Hamann ihre Bewerbung für ein Nationalratsmandat bekannt. Ex-Kanzler Sebastian Kurz hat bereits im Wahlkampf 2017 begonnen, die ÖVP für Personen zu öffnen, die keine herkömmlichen Schwarzen sind. Und auch die Neos werden wieder eine Wildcard für den Nationalrat vergeben (womöglich an „Kurier“-Herausgeber Helmut Brandstätter).

Die SPÖ dagegen scheint, im wahrsten Sinne des Wortes, keinen Platz für Quereinsteiger zu haben. Zumal das Gedränge um die besten Plätze auf der Bundesliste auch so schon groß genug ist. Aufgrund der schlechten Prognosen bemühen sich jene Abgeordneten, die nicht über Regionalwahlkreise oder Landeslisten abgesichert sind, um ein Bundeslistenmandat.

Unterstützt werden sie dabei von ihrer jeweiligen Lobby in der SPÖ. Die roten Gewerkschafter etwa (FSG) versuchen, nicht nur ihren Vorsitzenden, Rainer Wimmer, an prominenter Stelle unterzubringen, sondern auch die Frauenvorsitzende im ÖGB, Korinna Schumann. Die Steirer wollen Ex-Minister Jörg Leichtfried, der Spitzenkandidat im Land wird, und Bau-Holz-Gewerkschafter Josef Muchitsch doppelt absichern, weil nicht klar ist, ob die SPÖ das Landeslistenmandat (Leichtfried) und das Grundmandat in der Weststeiermark (Muchitsch) halten kann.