Literatur

Bachmann-Preisträgerin Birnbacher: „Ich will nicht misanthrop werden“

„Für uns Autoren ist Klagenfurt immer noch brutal genug“: Birgit Birnbacher, Bachmann-Preisträgerin 2019.
„Für uns Autoren ist Klagenfurt immer noch brutal genug“: Birgit Birnbacher, Bachmann-Preisträgerin 2019.www.hannelore-kirchner.com

Bachmann-Preisträgerin Birgit Birnbacher im „Presse"-Interview über ihr verhindertes Leben in Addis Abbeba, Schülerfragen zu ihrer Sozialversicherung und die Schönheit der Soziologie.

Sie haben beim Bachmann-Wettbewerb heuer den Hauptpreis gewonnen – Ihren Geburtsort könnte man als Vorzeichen für Ihre literarische Karriere sehen: „Frost“ von Thomas Bernhard spielt in Schwarzach im Pongau. Finden Sie selbst Ihren Geburtsort literarisch interessant?

Birgit Birnbacher: Gerade habe ich eine intensive Auseinandersetzung mit Schwarzach in der Literaturzeitschrift „Salz“ veröffentlicht! Der Text entstand aber aus einem Absagemail, in dem ich erklärte, warum ich auf keinen Fall über Schwarzach schreiben will. Mich aus dem Pongau herauszustrampeln war ganz schwierig für mich.

Sind Sie deshalb nach Schulabbruch und Lehre als Freiwilligenhelferin nach Addis Abbeba gegangen?