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Spekulationen über SPÖ-Nähe von Gratiszeitung "Heute"

Spekulationen SPoeNaehe Gratiszeitung Heute
Eva Dichand und Wolfgang Jansky(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Erneut wird über eine Nähe des Gratisblattes zum roten Wien spekuliert: SPÖ-Ostermayer war in einer Stiftung tätig, die indirekt an "Heute" beteiligt war. Herausgeberin Eva Dichand wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Die frühere Tätigkeit von Medienstaatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ) sorgt für Spekulationen um eine SPÖ-Nähe der Gratiszeitung "Heute": Denn Ostermayer war früher Vorstandsvorsitzender in Privatstiftung, die dem Umfeld des Blattes zuzurechnen ist. 2003/2004 stand der Mediensprecher der "Urbania"-Privatstiftung vor. Diese war früher zu 49 Prozent an der "Fidelis Medien- und Zeitschriften-GmbH" beteiligt. "Fidelis" wiederum ist Haupteigentümer der "AHVV-VerlagsgmbH", die "Heute" herausgibt. Die Anteile der Urbania an der Fidelis übernahm eine Stiftung namens "Periodika".

"Heute"-Herausgeberin Eva Dichand bestritt am Montag eine Nähe ihrer Zeitung zum roten Wien: Während Ostermayer Stiftungsvorstand der Urbania war, habe es "Heute" noch nicht gegeben, so Dichand. "Heute" erschien erstmals im September 2004.

Eva Dichand wiederum hatte ab 2005 das Magazin "Die Stadt" geleitet, eine Monatszeitschrift für die Bewohner von Gemeindebauten und Genossenschaftswohnungen. Herausgegeben hat es die Urbania.

Jansky arbeitete für Faymann

Weder "Heute" noch der AHVV-Verlag seien jemals "von irgendeiner Partei direkt oder indirekt finanziert" worden, betont Dichand. Dies sei mit "mit einem normalen Kredit der Bank Austria" geschehen. "Man versucht hier, künstlich einen nicht vorhandenen Zusammenhang an den Haaren herbeizuziehen."

Über eine Nähe der Gratiszeitung sowohl zur "Krone", in der Eva Dichands Ehemann Christoph als Chefredakteur tätig ist, als auch zur Wiener SPÖ war immer wieder spekuliert worden. So war etwa Wolfgang Jansky, als Geschäftsführer des Verlages, früher Pressesprecher von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) in dessen Zeit als Wiener Wohnbaustadtrat. Jansky ist Geschäftsführer des Verlages und immer wieder Teil des komplizierten Eigentümergeflechts. So sitzt er auch in der Periodika-Stiftung, und gemeinsam mit dem SP-nahen Treuhänder Günther Havranek, der wiederum die Mehrheit an der Fidelis hält, taucht er auch als Vorstand der Urbania-Stiftung auf.

 

(APA)