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UniCredit will Bank Austria in deutsche Holding schieben

APA/ROBERT JAEGER
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Die Bank-Austria-Mutter will eine Tochter zur Bündelung der nicht-italienischen Aktivitäten, darunter auch die Bank Austria und CEE, aus der Taufe heben.

Die italienische Bank-Austria-Mutter UniCredit will eine Holding in Deutschland gründen, unter deren Dach die Aktivitäten der UniCredit in Österreich, Deutschland, im CEE-Raum und in der Türkei gebündelt werden. Das berichtet die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" in ihrer Dienstagsausgabe.

Die UniCredit habe bereits mit der Suche nach einem Berater begonnen, der beim Aufbau einer neuen Gesellschaftsstruktur helfen soll. Ziel sei es, der Gruppe eine stärkere gesamteuropäische Identität zu geben und die Struktur der Bank zu vereinfachen, so die sehr allgemein gehaltene Erklärung.

Die deutsche Holding soll nach wie vor unter der Kontrolle der UniCredit mit Sitz in Mailand stehen. Die Aktie soll weiterhin an der Mailänder Börse notieren. CEO Jean-Pierre Mustier hatte zuletzt öfters betont, dass UniCredit weiterhin eine italienische Bank bleiben werde. Die UniCredit wird am 3. Dezember in London ihren strategischen Unternehmensplan 2020-2023 vorstellen.

UniCredit hat sich am Montag von ihrem letzten Anteil an der italienischen Onlinebank Fineco getrennt. Die Mailänder Großbank hat im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens ihren restlichen 18,3-prozentigen Anteil verkauft und dafür rund eine Milliarde Euro kassiert.

 

(APA)