Feierlicher Empfang für US-Weltmeisterinnen - und Trump?

Megan Rapinoe mit dem WM-Pokal
Megan Rapinoe mit dem WM-PokalREUTERS

Roter Teppich und eine Konfetti-Parade erwarteten das Team um Megan Rapinoe in New York. Der Besuch im Weißen Haus ist immer noch offen.

Die US-Fußballerinnen werden nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft am Mittwoch mit einer Konfetti-Parade in New York gefeiert. Das Team um die beiden Stars Alex Morgan und Megan Rapinoe landete am Montag (Ortszeit) im New Yorker Flughafen Newark. Auf der Landebahn wurde ein roter Teppich ausgerollt, die Spielerinnen sagen bei der Ankunft "We are the Champions" von der Kultband Queen.

Die in Frankreich als Torschützenkönigin und beste Spielerin ausgezeichnete Rapinoe grüßte mit dem Pokal in der Hand die Fans. Die 34-Jährige hatte in Frankreich mit Kritik an US-Präsident Donald Trump für Aufsehen gesorgt. Nach dem 2:0-Sieg im WM-Finale gegen Europameister Niederlande am Sonntag in Lyon waren die Spielerinnen ins Kapitol eingeladen worden. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, teilte mit, dass sie auf vielfachen Wunsch aus beiden Parteien die Spielerinnen einzeln oder als Team eingeladen habe.

Party am Flughafen
Party am FlughafenREUTERS

Trump: „Werden uns das anschauen"

Unklar ist dagegen noch, ob Präsident Donald Trump der Mannschaft eine Einladung ins Weiße Haus aussprechen wird. Trump sagte am Sonntag, man habe noch nicht richtig darüber nachgedacht. "Wir werden uns das sicherlich anschauen", fügte der Republikaner hinzu.

Co-Kapitänin Megan Rapinoe hatte kürzlich deutlich gemacht, dass sie kein Interesse habe, den Präsidenten zu treffen. Auf die Frage, ob sie sich nach einem möglichen Gewinn des WM-Titels über eine Einladung Trumps ins Weiße Hause freuen würde, sagte sie: "I'm not going to the fucking White House" (deutsch: "Ich werde nicht in das beschissene Weiße Haus gehen").

Trump reagierte daraufhin gereizt und erklärte, Rapinoe solle das Land, das Weiße Haus und die amerikanische Flagge nicht missachten, insbesondere weil so viel für sie und das Team getan worden sei. Auf einer WM-Pressekonferenz nahm Rapinoe das Schimpfwort zurück, stand aber weiterhin klar zu ihrer Aussage, nicht ins Weiße Haus gehen zu wollen. Die zweite Kapitänin Alex Morgan erklärte, im Falle einer Einladung werde man eine gemeinsame Entscheidung treffen.

(APA/dpa/AFP)