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"Pray for Austria": Online-Plattform nimmt Politiker ins Gebet

www.prayforaustria.at
www.prayforaustria.at(c) Screenshot
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Vom Bundespräsidenten bis zum Parteichef: Für 274 Politiker kann ab sofort digital - täglich, wöchentlich oder monatlich - gebetet werden. Der Anlass: die „Ibiza-Affäre“.

Nicht nur ÖVP-Chef Sebastian Kurz soll - wie jüngst bei einem evangelikalen Großevent - Gottes Segen zuteilwerden. Ab sofort gibt es unter www.prayforaustria.at die Möglichkeit, für politische Verantwortungsträger jeder Partei zu beten. Unterstützung für die private Initiative gibt es unter anderem durch die römisch-katholische Bischofskonferenz. Anlass war laut "Kathpress" die "Ibiza-Affäre".

Für 274 Politiker - vom Bundespräsidenten über Parteichefs, Regierung und Landeshauptleute bis hin zu Nationalrats-oder Bundesratsabgeordneten - kann auf der Plattform gebetet werden. Wer sich nicht entscheiden kann, bekommt eine Person per Zufallsprinzip zugelost.

Zusätzlich deklariert der oder die Betende im Internet, ob einmal am Tag, einmal die Woche oder einmal im Monat gebetet werden soll.

www.prayforaustria.at
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Verschiedene Gebetsformen

Initiatorin der Online-Gebetsplattform ist Helene Cuenod, eine 45-jährige gebürtige Schweizerin und seit 2002 in Wien als Unternehmensberaterin tätige engagierte Katholikin. Sie möchte mit dieser Initiative aktiv etwas für Österreich tun, wie sie gegenüber "Kathpress" sagte.

Den Anstoß gab Cuenod zufolge der Rücktritt des ehemaligen Vize-Kanzlers Heinz-Christian Strache (FPÖ) nach dem Auftauchen des inkriminierenden "Ibiza-Videos".

Die Initiative sei bewusst überkonfessionell angelegt und solle auch einen wichtigen ökumenischen Impuls setzen, meinte die Initiatorin. Auf der Website findet sich daher auch eine Auswahl an verschiedenen Gebetsformen der jeweiligen christlichen Konfessionen. Unterstützt wird www.prayforaustria.at unter anderem vom Institut für Ehe und Familie der Österreichischen Bischofskonferenz, "Missio Austria", von der Evangelischen Allianz und der "Plattform Christdemokratie".

Rasch nutzten vor allem Kirchengegner die Plattform. In der öffentlichen Teilnehmerliste der Betenden trugen sie sich mit Jux-Botschaften oder politischen Slogans ein. Im Laufe des Dienstags waren dort Botschaften wie „Kirchenaustritt jetzt“, „Fliegendes Spaghettimonster“, „Queer Liberation Army“, „Der Teufel soll Euch holen“, „Zack zack“ und „Nie mehr Sebastian Kurz“ zu lesen.

(APA)