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Weltjournal

Das ewige Müllproblem der Stadt Rom

Dauerproblem in Italiens Hauptstadt: Roms Straßen versinken im Müll.
Dauerproblem in Italiens Hauptstadt: Roms Straßen versinken im Müll.APA/AFP/ALBERTO PIZZOLI
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Rom kämpft mit riesigen Müllbergen. Die öffentlichkeitswirksame Anklage der Bürgermeisterin gegen die Regionalverwaltung wird schnell zur politischen Satire.

Rom. Überfüllte Mülltonnen, neben denen sich bereits Säcke voll Unrat stapeln, umhüllt von einer Wolke üblen Gestanks: Diese Szenerie sind die Römer leider schon gewohnt. Doch das, was ein Anwohner in der Viale Adriatico kürzlich entdeckte, verschlug selbst den Bürgern der Stadt mit dem ewigen Müllproblem die Sprache. Auf dem Boden vor der schwarzen Tonne für Restmüll in dem Stadtteil Montesacro im Norden Roms lagen zwischen einem alten Korb und einer Verpackung für Magerjoghurt Dutzende menschliche Zähne. Die herbeigerufene Polizei untersucht den Vorfall und nahm Ermittlungen auf. Der Verdacht: Eine nahe gelegene Zahnarztpraxis könnte sich hier der Reste ihrer Patienten illegal entledigt haben.

Die Fotos des Fundes landen wie so viele auf der Facebook-Seite „Roma fa schifo“ (Rom ist eklig). Dort werden seit Jahren Beweise für den Verfall der italienischen Hauptstadt zusammengetragen. Seit Tagen wird in Rom wieder über das anhaltende Müllproblem diskutiert. Auch wenn es die gefühlt hundertste Debatte darüber ist, in diesem Sommer sind die Römer besonders sauer. Denn Bürgermeisterin Virginia Raggi von der Fünf-Sterne-Bewegung ist vor drei Jahren ins Amt gekommen mit dem Versprechen, Rom endlich aufzuräumen. Doch die Stadt ist mit den Müllbergen an den Straßenrändern komplett überfordert.