Bei Flugzeugzulieferer FACC bricht das Ergebnis ein

Flugzeugzulieferer FACC sieht sich weiter auf Wachstumskurs. Im ersten Quartal ging das operative Ergebnis aber um mehr als 60 Prozent zurück.

Der oberösterreichische Flugzeugzulieferer FACC konnte im ersten Quartal des neues Geschäftsjahres zwar den Umsatz leicht steigern, allerdings gab das Ergebnis stark nach. Mit einem leicht gestiegenen Personalstand von 3459 Mitarbeitern wurde ein Umsatzplus von 2,2 Prozent auf 193,7 Millionen Euro erzielt, während beim Betriebsergebnis (Ebit) ein Minus von 61,6 Prozent auf 7,4 Millionen Euro verzeichnet wurde.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gab von 23,8 auf 14,3 Millionen Euro nach, das Ergebnis nach Steuern verschlechterte sich von 13,6 auf 3,9 MillionenEuro. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verringerte sich von 24,9 auf 8,6 Millionen Euro. Der Ausblick wurde aufrecht gehalten, der Wachstumskurs wird fortgesetzt, so die Oberösterreicher im heute veröffentlichten Quartalsbericht.

Erst gestern hatte FACC mitgeteilt, dass es in den nächsten Wochen 10,8 Millionen Euro aus China erwartet. Das Geld stammt aus dem "Fake President Fraud" im Jahr 2015 und wurde auf chinesischen Konten eingefroren. FACC, mehrheitlich in chinesischer Hand, war Ende 2015 Opfer eines "Fake President Fraud" (Geschäftsführer-Trickbetrugs) geworden. Die Täter hatten sich in E-Mails gegenüber der Buchhaltung als der Firmenchef ausgegeben und die Überweisung von 54 Millionen Euro auf ausländische Konten veranlasst.

(APA)