WMF produziert bald keine Kochtöpfe mehr in Deutschland

Reuters

Der traditionsreiche Küchenausstatter WMF steht vor einer Umstrukturierung. Die französische Mutter SEB will die Wettbewerbsfähigkeit verbessern.

Der traditionsreiche deutsche Küchenausstatter WMF ist weit über die deutschen Landesgrenzen hinaus bekannt. Nun steht das Unternehmen vor einer Umstrukturierung. Eine Folge: Die Württembergische Metallwarenfabrik (dafür steht WMF) produziert keine Metallwaren mehr in Württemberg: Wie es in einer Aussendung des französischen Mutterkonzerns SEB heißt, werden im Stammwerk nur noch bis Ende 2020 Töpfe gefertigt: „Die defizitäre Fertigung von Edelstahl-Kochgeschirr in Geislingen soll bis Ende des Jahres 2020 an andere Standorte des Unternehmens in Europa verlagert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit deutlich zu verbessern.“ In welchen europäischen Standorten produziert wird, ist noch nicht bekannt.

Außerdem werden bei WMF vis zu 400 der weltweit 6200 Arbeitsplätze gestrichen.Während das Geschäft mit Profi-Kaffeemaschinen gut laufe, habe das Konsumentengeschäft des Herstellers von Besteck und Töpfen Nachholbedarf, so die Franzosen.

Die Marke WMF wurde 2016 vom Finanzinvestor KKR  an die französische Groupe SEB verkauft, zu der auch die Marken Tefal, Moulinex, Rowenta und Krups zählen.

(APA/Red.)