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Generation Z: Skrupellos und hochgeputscht

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Ausgezeichnete Noten, herausragende Jobperformance - die Anforderungen sind hoch. Aber Jugendliche wissen sich zu helfen: Aufputschmittel und Ellenbogentechnik führen zum Erfolg.

Die Generation Z will nur leben und nicht leisten – so das weitverbreitete Vorurteil. Eine Studie des Instituts für Jugendkulturforschung zeichnet ein gegenteiliges Bild. Befragt wurden 400 Jugendliche von 14 bis 18. Der Tenor: Aufputschmittel und Ellenbogentechnik führen zum Erfolg.

Egal ob in der Schule oder bei der Arbeit: Die Generation Z schaut auf ihre Leistung. Rund zwei Drittel sind bemüht, immer besser zu werden. Vor allem in höheren Bildungsschichten wird die Work-Life-Balance hinten angestellt. Ein angesehener Job steht über Selbstverwirklichung und Sinn.

Jung, männlich, skrupellos

Burschen nutzen ihre Ellenbogen deutlich stärker als Mädchen. Jeder zweite junge Mann liebt den Wettbewerb. Skrupel blendet die Männerwelt dabei aus: Vier von zehn schrecken nicht zurück, ihr Gegenüber zu beeinflussen, um ihre Ziele zu erreichen. Ihre Komfortzone verlassen beide Geschlechter aber ungern: Nur 15 Prozent sucht Herausforderungen, um an ihnen zu wachsen.

Redbull, Cannabis und Koffeintabletten

Der Druck belastet die Jugendlichen: Sieben von zehn nutzen Aufputschmittel, um ihre Leistung zu steigern. Am beliebtesten sind Energydrinks (53 Prozent), Nahrungsergänzungsmittel (10 Prozent) und Koffeintabletten (8 Prozent). Auch das Entspannen nach der Prüfung fällt vielen schwer: Cannabis (10 Prozent), Homöopathie (9 Prozent) und rezeptpflichtige Beruhigungsmittel (6 Prozent) spielen eine immer größere Rolle.