Place Vendôme: Unter den Augen Napoleons

Paris Russe. Aus der Haute-Joaillerie-Kollektion von Chanel: Der Ring „Roubachka“ in Gelbgold und Platin mit weißen und ­gelben Diamanten.
Paris Russe. Aus der Haute-Joaillerie-Kollektion von Chanel: Der Ring „Roubachka“ in Gelbgold und Platin mit weißen und ­gelben Diamanten.(c) Beigestellt

Hier wohnte Coco Chanel, thront Napoleon – kein besserer Ort ist denkbar für die Haute Joaillerie in Paris.

Keine Adresse steht so sehr für den Kosmos kostbarer Schmuckkreationen wie die Place Vendôme in Paris. Dort findet man neben den Boutiquen der luxuriösesten Anbieter von Haute Joaillerie auch das legendäre Hotel Ritz (langjährige Wohnadresse von Gabrielle Chanel) und, in des Platzes Mitte, eine von Napoleon 1810 errichtete Siegessäule.

Mit der „Co­lonne Vendôme" gedachte Napoleon seines Sieges in der Schlacht von Austerlitz gegen österreichische Truppen unter Kaiser Franz und die russische Armee unter Zar Alexander. Beides – Gabrielle Chanels Domizil und die Colonne Vendôme – fügten sich unlängst zu einer neuen Bedeutungsebene zusammen, wenn man so will, als das Maison Chanel in seinem Schmuck-Stammhaus ebenda eine Kollektion mit dem Titel „Le Paris russe de Chanel" präsentierte: Entworfen von Patrice Leguéreau (dessen Namen in diesem Rahmen erstmals genannt wurde), griff sie markante Symbole aus dem – rein imaginären – Russlandbild der Gabrielle Chanel auf.

Paris Italien. Florence Welch bei der Eröffnung der Gucci-Boutique an der ­Place Vendôme.
Paris Italien. Florence Welch bei der Eröffnung der Gucci-Boutique an der ­Place Vendôme.(c) Getty courtesy of Gucci

Apropos Vorstellungskraft: Die Marke ­Gucci stellte, wohl auf Betreiben von Kreativdirektor und Schmucksammler Alessandro Michele, kürzlich ihre erste Haute-Joaillerie-Kollektion vor und reihte sich bei der Gelegenheit mit einer neu eröffneten Boutique unter die Place-Vendôme-Juweliere. Napoleon wird es mit Gleichmut in der Höhe vermerkt haben.