Der Glanz von Betongold lässt etwas nach

Es ist dennoch doppelt so beliebt wie vor zehn Jahren.

Wien. Die Veranlagung in Immobilien – angesichts historisch niedriger Sparzinsen – hat möglicherweise vorerst den Zenit erreicht. Laut Stimmungsbarometer der GfK Austria (Sample: 2000Personen) ist zwar Betongold weiterhin die beliebteste Vorsorgeform, im ersten Halbjahr 2019 kam aber der Höhenflug zum Erliegen.

In den vergangenen drei Jahren nannten über 40 Prozent der Befragten Haus und Wohnung als die beliebteste Veranlagungsform. Im Vergleich dazu befanden sich die Zustimmungsraten für Immobilien noch vor zehn Jahren bei rund der Hälfte. Im ersten Halbjahr 2019 verzeichneten Immobilien nun einen Rückgang der Nennungen auf 35 Prozent.

Die stabile Entwicklung des europäischen Leitzinses lasse „die Vermutung zu, dass dies nur ein Zwischentief ist und sich Immobilien auch weiterhin gut an der Spitze des Rankings halten werden“, so die Einschätzung von GfK-Austria-Expertin Ursula Swoboda.

Jenseits des Stimmungsbarometers zeigen die nackten Zahlen für den österreichischen Immobilieninvestmentmarkt, dass im ersten Halbjahr 2019 rund 1,7 Mrd. Euro ausgegeben worden sind. Das sei zwar ein Rückgang um ein Viertel zur Vorjahresperiode, liege aber im langjährigen Schnitt, erklärte EHL Immobilien am Donnerstag. (APA/red.)