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Innenpolitik

Wer ist Herbert Kickl?

Herbert Kickl (FPÖ), Ex-Innenminister
APA/ROLAND SCHLAGER
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Er ist die Reizfigur in der Politik in Österreich. Und angeblich schuld am Ende von Türkis-Blau. Porträt eines letztlich schwer zu Fassenden.

Herbert Kickl ist ein interessanter Mensch. Ein aufmerksamer Gesprächspartner, mit Sinn für Ironie, durchaus streitlustig, aber nicht unangenehm. Hart im Austeilen, hart im Nehmen. Wobei Reste von Misstrauen nie ganz verschwinden. Rhetorisch einer der Besten seiner Zunft. Und einer, dessen bodenständige Selbstinszenierung – etwa als Bergsteiger auf seinem Instagram-Account oder kulinarisch vor ein paar Monaten beim „Frühstück bei mir“ auf Ö3 – fast schon wieder etwas Rührendes hat: Seht her, ein Arbeiterbub aus Kärnten, der etwas aus sich gemacht hat – und dennoch nicht abgehoben ist.

Diesen Eindruck hatte auch die ÖVP recht lang von Herbert Kickl.

Selbst als die BVT-Affäre die Republik in Beschlag nahm, neigte Sebastian Kurz lange Zeit eher der Sichtweise seines Innenministers zu als jener rund um die Seilschaften der ÖVP-alt im Innenministerium. Dass die Reaktion von Kickl, insbesondere seines Innenministeriumsgeneralsekretärs Peter Goldgruber, überschießend gewesen sein könnte, dämmerte dann zwar auch bald dem ÖVP-Führungszirkel, aber man ließ Kickl und Co. einmal gewähren, schließlich könnte ja auch was dran sein an den Vorwürfen gegen die schwarzen Vorgänger im Ressort.