Tirol: Rechtsstreit um zu schnelle Segway-Roller

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Wer die Elektroroller mit mehr als 600 Watt Leistung und einer Geschwindigkeit von 25 km/h nutzt, riskiert Strafen von bis zu 5000 Euro. Genau das empfiehlt aber eine Tochter der Innsbrucker Kommunalbetriebe.

Die Polizei warnt davor, der Empfehlung eines Tiroler Unternehmes zu folgen und neue Segway-Roller mit einer Leistung von 1800 Watt zu Nutzen. Denn: "Segways werden vom Verkehrsministerium als Elektrofahrräder eingestuft", sagt Gerhard Ditz, Leiter der verwaltungspolizeilichen Abteilung der Landespolizeidirektion Tirol gegenüber der APA. Und solche dürfen eine Leistung von 600 Watt nicht überschreiten.

Zudem sei mit 25 km/h die Geschwindigkeit beschränkt. "Das Strafvolumen geht bis zu 5.000 Euro", bezog sich Ditz auf das Kraftfahrgesetz. Zukünftige Segway-Nutzer sollten darauf achten, Geräte mit mehr als 600 Watt nicht zu fahren. Weiters müssten die Elektroroller laut Verordnung wie ein Fahrrad unter anderem mit Rückstrahlern und Bremsen ausgerüstet sein.

Electrodrive Tirol, eine Tochter der Innsbrucker Kommunalbetriebe, die die 1800 Watt starken Geräte vermietet, verteidigt sich: "Von den 1800 Watt sind genau 600 Watt für den Forttrieb", erklärte Matthias Dialer vom Elektromobilitäts-Unternehmen. Die übrigen 1200 Watt seien laut Hersteller "ausschließlich für die Steuerung und Ausbalancierung des Fahrers".