Kirchenglocken läuten in Österreich und Südtirol gegen Hunger

Symbolbild: Kirchenglocke
Symbolbild: Kirchenglocke(c) Clemens Fabry, Presse

„Hunger ist kein Naturgesetz": In mehr als 3000 Pfarrgemeinden werden die Glocken fünf Minuten lang erklingen - und zwar exakt zur Sterbestunde Jesu um 15 Uhr.

Um ein Zeichen gegen den weltweiten Hunger zu setzen läuten am Freitag in mehr als 3000 Pfarrgemeinden in Österreich und Südtirol für fünf Minuten lang die Kirchenglocken. Exakt zur Sterbestunde Jesu um 15 Uhr soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass täglich Menschen an Hunger sterben müssen.

"Wir wollen und wir dürfen uns damit nicht abfinden. Hunger ist kein Naturgesetz. Wir haben heute die Fähigkeiten, Mittel und Möglichkeiten, um den Hunger in der Welt zu beseitigen - wir müssen es nur tun!", appellierten der Präsident von Caritas Österreich, Michael Landau, und der Vorarlberger Bischof Benno Elbs im Vorfeld der Aktion.

Rund elf Prozent der Weltbevölkerung hat nicht genug zu essen, in Afrika ist jedes dritte Kind chronisch unterernährt. Die Caritas hat sich zum Ziel gesetzt, im Rahmen der Aktion "Glocken gegen Hunger" 40.000 Familien in 15 Ländern zu unterstützen.

Die Aktion findet bereits zum dritten Mal in Folge statt, heuer ist erstmals auch Südtirol dabei.

(APA)