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Herrengasse: Rooftop-Bar muss wegen Lärms schließen

Hochhaus Herrengasse
Hochhaus HerrengasseDie Presse, Clemens Fabry
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Eine Rooftop-Bar in der Wiener Innenstadt muss nach Lärm-Beschwerden ihre Türen geschlossen halten. Die Stadt hat eine sofortige Schließung angeordnet.

Wien. Die Rooftop-Bar auf dem Hochhaus Herrengasse in der Wiener Innenstadt muss schließen. Die Stadt hat eine sofortige Schließung angeordnet, offenbar wegen Lärm-Beschwerden. Mitte Juni ist dort die Pop-up-Bar „Freiluft Stadtterrasse“ vorübergehend eingezogen. Seither soll es zu regelmäßigen Beschwerden von Nachbarn vor allem wegen Lärm gekommen sein.

In einer Wohnung sollen 72 Dezibel gemessen worden sein, berichtet die „Kronen Zeitung“. Damit sei ein erlaubter Schwellenwert in Wohnräumen deutlich überschritten worden. Immer wieder sei deshalb auch die Polizei in dem Lokal auf dem Hochhaus Herrengasse gewesen. Die laute Musik sei allerdings nicht leiser geworden. Das Bezirksamt hat daher der Bar die Schließung per 26. Juni angeordnet. Eigentlich hätte die temporäre Bewirtung noch bis Ende August weiter laufen sollen.

Wiener Behörden „Spielball"

Anders sieht das der Betreiber der Bar, Gastronom Paul Rittenauer. Ihm zufolge sei die Schließung auf den Willen einer Mieterin geschehen, der er „nicht nachvollziehbare Netzwerke und direkte Kontakte“ zu Wiener Behörden attestiert. Letztere seien „offenbar Spielball einer Anrainerin“ geworden, sagt er in einer Aussendung.

Dabei hätten ihm „sämtliche Magistratsabteilungen“, etwa das Marktamt, Gesundheitsamt und Veranstaltungsbehörde bescheinigt, dass „der Betrieb in Ordnung sei“ und kein Grund zur Schließung vorliege, sagt Rittenauer. Dennoch habe das Bezirksamt seine Bar schließen lassen - ohne Erklärung und ohne Möglichkeit, rechtlich dagegen vorzugehen. In der Causa hat sich auch die Wirtschaftskammer eingeschaltet: „Dies ist ein falsch verstandener Anrainerschutz. Es sei „völlig unverständlich“, dass ein Anrainer ein solches Projekt „zu Fall bringen kann“, so Gastro-Obmann Peter Dobcak.(twi)

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(Red.)