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Weltjournal

Wie Kim Jong-un an Luxusautos kommt

Kim Jong-uns Leibwächter eskortieren eine Limousine, die der nordkoreanische Diktator eigentlich gar nicht besitzen dürfte: einen Mercedes-Maybach S 600.
Kim Jong-uns Leibwächter eskortieren eine Limousine, die der nordkoreanische Diktator eigentlich gar nicht besitzen dürfte: einen Mercedes-Maybach S 600.Getty Images
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Skrupellose Schmugglernetzwerke versorgen auf verschlungenen Wegen den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un mit sanktionierten Luxusgütern.

Wer hat eigentlich die größte und die längste Stretch-Limousine? In Asien ist die Sache ziemlich klar: In den größten Luxusautos wird Nordkoreas Diktator Kim Jong-un chauffiert. Rolls-Royce, Mercedes und Lexus stehen in seinem Fuhrpark bereit. Derzeit ist Kims Favorit wohl ein Mercedes-Maybach S600 Pullman Guard. Mit dieser Luxuskarosse protzte der Machthaber aus Pjöngjang sogar im Ausland – zuletzt gesehen beim Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump in Hanoi, wohin Kim sein liebstes Spielzeug in einem Extrawaggon des Regierungszuges mitführte.

Nicht nur der Listenpreis von mindestens einer halben Million Euro pro Stück schockiert angesichts der Armut dieses abgeschotteten Landes. Die Staatslimousinen verstoßen auch eklatant gegen die internationalen Wirtschaftssanktionen, die immerhin schon seit 2006 auch Luxusgüter für Kim und seine Genossen betreffen. Eine Studie des unabhängigen Centers for Advanced Studies aus den USA deckt jetzt anhand von Versanddokumenten, Satellitenbildern und Interviews mit Eingeweihten auf, wie zwei der Mercedes-Maybach S600 von Europa nach Nordkorea gelangt sind.