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Steinwürfe und Tränengas bei Demo gegen Bahntrasse Turin-Lyon

Einige tausende Menschen beteiligten sich an der Demonstration
Einige tausende Menschen beteiligten sich an der Demonstrationimago images / Independent Photo
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Vermummte warfen bei einer Demonstration gegen die Hochgeschwindigkeitsstrecke TAV im norditalienischen Susatal Steine auf die Polizei.

40 Demonstranten sind bei einer Protestkundgebung gegen den Bau einer umstrittenen Bahnstrecke zwischen Frankreich und Italien (TAV) im norditalienischen Susatal angezeigt worden. Die vermummten Demonstranten bewarfen die Polizisten mit Steinen und versuchten ein Gitter zu öffnen und in die Baustelle der Bahnlinie einzudringen. Die Polizei reagierte mit Tränengas.

"Wir haben unser Ziel erreicht: Wir wollten in die Baustelle eindringen und haben es geschafft", sagten einige Sprecher der "No TAV"-Bewegung laut Medienangaben am Samstag. Einige tausende Menschen beteiligten sich an der Demonstration, die bei schlechtem Wetter stattfand.

Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte am Dienstag betont, es sei teurer, die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Turin und Lyon nicht zu bauen, als sie fertigzustellen. Auf dem Spiel stehe viel Geld. Die beiden in Italien an der Regierung beteiligten Parteien, die rechtspopulistische Lega und die Fünf-Sterne-Bewegung hatten monatelang darüber gestritten, ob die Schnellstrecke nach Jahren endlich fertiggebaut werden soll oder nicht. Im März war nur knapp eine Regierungskrise wegen des Streits um die TAV abgewendet worden.

(APA)