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Junge finden leichter Jobs, Ältere schwerer

THEMENBILD ãARBEITSMARKTSITUATIONÒ
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Die Arbeitslosigkeit ist im Juli in Österreich wieder zurückgegangen, aber nicht alle können davon profitieren. Während die Jugendarbeitslosigkeit stark zurückging, gab es einen kleinen Anstieg bei den Älteren.

Die Arbeitslosigkeit ist im Juli in Österreich um 4,5 Prozent beziehungsweise um 15.387 Personen gesunken. 325.206 Menschen waren ohne Job. Davon waren 53.429 in Schulungen (-4.581 Menschen oder -7,9 Prozent), so das Sozialministerium am Donnerstag. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition sank damit im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,3 Prozentpunkte und betrug 6,5 Prozent.

Sofort verfügbar waren Ende Juli 83.413 offene Stellen. Das ist ein Plus von 5,5 Prozent oder 4.314 Jobs gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Beschäftigten ist deutlich gewachsen, nicht zuletzt durch Ferialjobs in den Sommermonaten. Geschätzte knapp 3,89 Millionen Personen (+58.000/+1,5 Prozent) befanden sich im vergangenen Monat in Beschäftigungsverhältnissen.

Die Arbeitslosigkeit ist im vergangenen Juli den 30. Monat in Folge gesunken und geht damit seit Februar 2017 laufend zurück. AMS-Chef Johannes Kopf sieht in den neuesten Daten aber bereits einen Niederschlag der schwächer werdenden Industriekonjunktur, wie es in einer Mitteilung des Arbeitsmarktservice (AMS) vom Donnerstag hieß.

Arbeitslose in Oesterreich im Juli
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"Während die Arbeitslosigkeit in diesem Bereich lange Zeit überdurchschnittlich sank, ist aktuell nur mehr ein Rückgang von 2,4 Prozent oder 652 Personen zu verzeichnen", so Kopf. "Auch die offenen Stellen - gesamt mit 5,5 Prozent noch steigend - aus dieser Branche zeigen mit aktuellen minus 5,2 Prozent erstmalig seit Dezember 2014 einen merkbaren Einbruch."

Starker Rückgang im Tourismus

In anderen Branchen gab es nicht zuletzt saisonbedingt stärkere Rückgänge der Arbeitslosigkeit als in der Herstellung von Waren. Im Tourismus gab es einen Rückgang von 6,3 Prozent, am Bau von 6,1 Prozent. Auch in der Arbeitskräfteüberlassung (-5,1 Prozent) fiel der Rückgang der Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich aus. Positiv entwickelte sich im Vorjahresvergleich etwa auch der Handel (-3,7 Prozent).

Nach Alter und Herkunft sank die Arbeitslosigkeit (inklusive Schulungsteilnehmern) nicht überall und zum Teil in sehr unterschiedlichem Ausmaß. Die Jugendarbeitslosigkeit ging überdurchschnittlich (-8,6 Prozent oder -2.591 unter 25-Jährige) auf 27.401 Betroffene zurück. Das ist laut dem Sozialministerium etwa demografischen Faktoren zu verdanken. Ebenso würden aber auch Bemühungen im Rahmen der Ausbildung bis 18 und der Ausbildungsgarantie bis 25 greifen.

Bei Älteren hingegen gab es ein Plus von 1,4 Prozent auf 89.154 Arbeitslose. Auch Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen waren um 3,5 Prozent öfter arbeitslos. Deren Zahl stieg um 2.025 auf 60.605 Personen. Bei Menschen mit Behinderungen gab es einen deutlichen Anstieg von 4,2 Prozent (+496 Personen) auf 12.396 arbeitslose.

Deutlicher Rückgang bei Langzeitarbeitslosen

Überdurchschnittliche Rückgänge verzeichnen Österreicherinnen und Österreicher (-4,9 Prozent oder -9.799 Personen) auf 189.342 arbeitslose Inländer. Das gilt auch für Männer (-4,7 Prozent oder -7.048), von denen 141.435 arbeitslos sind und Langzeitarbeitslose mit (-4,2 Prozent oder -2.070) mit 47.457 Betroffenen. Auch Frauen (-2,8 Prozent oder -3.758) auf 130.342 Arbeitslose sowie Ausländer (-1,2 Prozent oder -1.007) auf 82.435 Personen ohne Job verzeichnen Ende Juli sinkende Arbeitslosigkeit.

In sieben Bundesländern ging die Arbeitslosigkeit zurück, am deutlichsten in den besonders stark touristisch geprägten Bundesländern Salzburg (-10 Prozent) und Tirol (-7,7 Prozent). Nur in Vorarlberg und der Steiermark stagnierten die Arbeitslosenzahlen.

APA

(APA)