Kärnten-Wahl 2013: 36 Tonnen Papier sollen geschreddert worden sein

Symbolbild: Logo der Firma Reisswolf
Symbolbild: Logo der Firma ReisswolfAPA/HERBERT NEUBAUER

Nach der Wahlniederlage der Kärntner Freiheitlichen sollen 36.508 Kilogramm Unterlagen und 18 Datenträger vernichtet worden sein. Ex-Landeschef Dörfler gibt sich verwundert.

Das Schreddern geht weiter – zumindest steigt die Zahl der damit verbundenen Schlagzeilen einmal mehr. Denn, wie die „Kronen Zeitung“ am Donnerstag berichtet, sollen ihr Unterlagen zugespielt worden sein, aus denen hervorgehe, dass im März 2013 im südlichsten Bundesland 36.508 Kilogramm Unterlagen und 18 Datenträger vernichtet wurden.

Der Hintergrund: Am 3. März 2013 stürzten die Freiheitlichen bei der Landtagswahl in Kärnten von 45 auf 16,9 Prozent ab, stärkste Partei wurde die SPÖ unter Peter Kaiser.

Wenige Tage nach dem Urnengang, so heißt es in der „Krone“, sollen Am Arnulfplatz in der Landeshauptstadt Klagenfurt – Sitz der Kärntner Landesregierung – sowie in weiteren Außenstellen der Landesverwaltung Unterlagen im großen Stil geschreddert worden sein. Dazu gezeigt werden Fotos, die Mitarbeiter und Lastwagen der Firma Reisswolf zeigen – jene Firma, bei der jüngst ein ÖVP-Mitarbeiter mehrere Druckerfestplatten aus dem Kanzleramt vernichten ließ, obgleich es im Haus dafür eigene Stellen gibt.  

Dörfler hatte „keinen Grund Parteigeheimnisse zu vernichten"

„Ich war nie Parteichef der Freiheitlichen, also gab es bei mir keinen Grund Parteigeheimnisse vernichten zu lassen. Ich hatte gar keine“, wird der damalige freiheitliche Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler dazu in der „Krone“ zitiert. Und weiter: „Andere Akten, auch die zur Ortstafelfrage, wurden in Abstimmung mit dem Landesarchiv aufbewahrt.“

Er sei überrascht gewesen, „als ich erfahren habe, was in einigen Regierungsbüros los war“, sagte Dörfler.

>>> Bericht der „Kronen Zeitung“