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Medizin-Studium: Rund 58 Prozent der Plätze gehen an Frauen

Teilnehmerin beim Medizin-Aufnahmetest am 5. Juli 2019
Teilnehmerin beim Medizin-Aufnahmetest am 5. Juli 2019APA/HERBERT NEUBAUER

Im Herbst werden 968 Frauen und 712 Männer mit dem Medizinstudium beginnen. Im Fach Zahnmedizin wird nach dem Wegfall der Quote die Nationalität nicht mehr erhoben.

Die Zahl der Bewerber für ein Medizinstudium hat heuer einen neuen Rekord erreicht. 12.845 Interessenten ritterten am 5. Juli an den vier österreichischen Uni-Standorten um die 1680 zur Verfügung stehenden Plätze. Nun, genau ein Monat später, steht fest, wer es geschafft hat: Es haben deutlich mehr Frauen als Männer einen Medizin-Studienplatz ergattert.

Konkret dürfen im Herbst 968 Frauen und 712 Männer das Medizinstudium aufnehmen. Damit gehen rund 58 Prozent der Studienplätze an Frauen. Das liegt aber nicht an besseren Testergebnissen. Vielmehr waren Frauen auch schon unter den Bewerbern deutlich stärker vertreten.

An der Medizinischen Universität Wien waren 62 Prozent der Interessenten weiblich. Nun gingen 58 Prozent der Plätze an Studentinnen. Fast exakt das gleiche Geschlechterverhältnis gab es an der Medizin-Fakultät in Linz. Ganz ähnlich sind die Zahlen an der Medizin-Uni Innsbruck. Auch dort lag der Frauenanteil unter den Bewerbern bei rund 63 Prozent. Im Herbst werden dort 57 Prozent der Studienplätze an Frauen gehen. Etwas kleiner ist der Unterschied an der Med-Uni Graz. 61 Prozent der Bewerber und 56 Prozent der Studienanfänger sind dort weiblich.

Nationalität wird nicht erhoben

Generell sind 75 Prozent der Plätze für Kandidaten mit österreichischem Reifeprüfungszeugnis reserviert. 20 Prozent gehen an andere EU-Bürger (meist an Deutsche) und fünf Prozent an Drittstaatsangehörige. So sieht es die Quotenregelung vor. Allerdings akzeptiert die EU-Kommission die Quote nur noch im Studienfach Humanmedizin. In der Zahnmedizin ist die Quote gefallen.

Dort werden die Studienplätze heuer also erstmals ohne Rücksicht auf die Herkunft verteilt. Insofern wäre es spannend, wie hoch der Anteil der ausländischen Studenten unter den Studienanfängern ist. Das bleibt allerdings ein Geheimnis. Da die Quote gefallen ist, werde die Nationalität nicht mehr verfolgt beziehungsweise weggerechnet, heißt es seitens der Universitäten auf Anfrage der „Presse“.  

(j.n.)

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