Trendwende: Mehr Verkehrstote

Durch die Kollision mit einem Pkw wurde der Fahrradanhänger mit zwei Kleinkindern etwa fünfzehn Meter in den angrenzenden Acker geschleudert.
Durch die Kollision mit einem Pkw wurde der Fahrradanhänger mit zwei Kleinkindern etwa fünfzehn Meter in den angrenzenden Acker geschleudert.(c) APA/HERBERT-PFARRHOFER
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Erstmals seit 2015 könnte es heuer in der Jahresbilanz wieder mehr Verkehrstote geben. Mehr als ein Dutzend Todesopfer gab es alleine in den ersten August-Tagen.

Wien. In den vergangenen vier Jahren gab es jeweils weniger Tote im Straßenverkehr als im Vorjahr. 2019 könnte sich das wieder ändern. In der ersten Augustwoche gab es zwölf Todesopfer, und gestern, Montag, vier.

Ein Unfall ereignete sich Sonntagabend in Hausleiten (Bezirk Korneuburg in Niederösterreich) und endete für zwei Kleinkinder tödlich. Ein Pkw hat das Elektrofahrrad der 39-jährigen Mutter erfasst, in dessen Anhänger ihre Töchter (ein und vier Jahre) und zwei Chihuahuas saßen. Die Einjährige starb noch am Unfallort, ihre Schwester und die Mutter wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht. Gestern, Montag, erlag das Mädchen seinen schweren Verletzungen. „Das E-Bike hat in diesem Fall keinen Beitrag zum Unfall geleistet“, sagt Steffan Kerbl vom ÖAMTC. Anhänger seien zwar eine der sichersten Methoden zum Kindertransport am Fahrrad, aber wegen der notwendigen leichten Bauweise nicht für Kollisionen ausgelegt. „Bei einem Zusammenstoß hilft nur beten. Es war ein tragischer Einzelfall, der leider kein Einzelfall bleiben wird.“


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