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Wohnungsnot: Airbnb wehrt Vorwürfe ab

(c) APA/zb/Jens Kalaene
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Laut einer für Airbnb erstellten Studie schadet Home-Sharing dem Wohnungsmarkt nicht.

Berlin/San Francisco. Airbnb geht angesichts der Debatten um Wohnungsnot in die Offensive und hat erstmals Zahlen zum Vermietungsgeschäft in deutschen Großstädten vorgelegt. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Studie im Auftrag der US-Onlineplattform haben Kurzzeitvermietungen über Airbnb keinen negativen Einfluss auf den Wohnungsmarkt.

„Home-Sharing schadet dem Wohnungsmarkt nicht, sondern steigert die Effizienz der Wohnraumnutzung“, erklärte Annamaria Deiters-Schwedt vom Forschungs- und Beratungsunternehmen Empirica, das die Analyse erstellte. Ein spürbarer Zusammenhang zwischen Mietpreissteigerungen und der Entwicklung angebotener Unterkünfte auf Airbnb in den Städten sei „insgesamt nicht erkennbar“.

Laut der Studie wurden 2018 in Berlin rund 26.500 Unterkünfte auf Airbnb angeboten, in München rund 11.000, in Hamburg etwa 9400 und in Dortmund rund 550. Das bedeute aber nicht, dass sie ganzjährig verfügbar seien. Nur ein sehr geringer Anteil diene überwiegend der Kurzzeitvermietung und werde vom Mieter oder Eigentümer nicht selbst bewohnt – groben Schätzungen zufolge 60 bis 70 Wohnungen in Dortmund und rund 2600 in Berlin, dies entspreche 0,4 bis 1,5 Prozent des Wohnungsneubaubedarfs.

Der Deutsche Städtetag gab indes zu bedenken, dass Auswirkungen von Sharing-Angeboten „kleinräumig je Wohnquartier“ untersucht werden müssten. Wo Wohnraum ohnehin knapp ist, sei dauerhafte gewerbliche Fremdvermietung problematisch. (APA/AFP)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.08.2019)