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Salzburger Festspiele: Schräge Klangmischungen für Individualisten

(c) SF/Marco Borrelli

KritikDie „Zeit mit Dusapin“ ging zu Ende, mit dem Klangforum Wien und Bariton Georg Nigl.

Nein, über eine nennenswerte Hausmacht verfügt Pascal Dusapin in Österreich (noch) nicht. Kein Wunder, war doch etwa in Wien bisher nur eine kleine Handvoll der Werke des 1955 geborenen Franzosen in den großen Häusern jemals zu hören, das Festival Wien Modern bereits eingerechnet. Trotz dieser möglichen Erklärung war es dennoch betrüblich, dass das zweiteilige Finale der „Zeit mit Dusapin“ im Großen Saal des Salzburger Mozarteums vor bestenfalls halb leerem Parkett stattfinden musste. Dabei stimmte die Dramaturgie, en gros wie en détail: Dieser letzte Tag der Festspiel-Porträtreihe war insgesamt der stärkste – und die musikalischen Beiträge steigerten sich schon im ersten Konzert, um dann in einem intensiven Liederabend zu kulminieren.