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Außenpolitik

Salvini greift nach der Macht

Italiens Vizepremier, Matteo Salvini, hat schon seit Längerem nur noch auf den richtigen Zeitpunkt gewartet, um Neuwahlen vom Zaun zu brechen.
Italiens Vizepremier, Matteo Salvini, hat schon seit Längerem nur noch auf den richtigen Zeitpunkt gewartet, um Neuwahlen vom Zaun zu brechen.imago images / Independent Photo
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Lega-Chef Salvini kündigt ein Misstrauensvotum gegen den Premier seiner Koalition mit den Fünf Sternen an. Warum er Neuwahlen anstrebt und wer ihm einen Strich durch die Rechnung machen könnte.

Rom. Die italienische Regierung ist am Ende der Fahnenstange angelangt. Vizepremier Matteo Salvini will es wissen, er drängt auf Neuwahlen. Am Freitag kündigte seine rechtspopulistische Lega ein Misstrauensvotum im Senat gegen Giuseppe Conte, den Ministerpräsidenten der Koalition mit der Fünf-Sterne-Bewegung an.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur italienischen Regierungskrise.

1. Was erhofft sich Innenminister Matteo Salvini davon, wenn er die Koalition platzen lässt?

Seit der Wahl im März 2018 erlebt Matteo Salvini einen steilen Aufstieg. Aus den Wahlen ist seine rechte Lega noch mit nur 17,3 Prozent hervorgegangen – und ist damit eigentlich nur der Juniorpartner der Regierungskoalition mit der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung. Sie hat bei den Wahlen noch 32,7 Prozent der Stimmen einfahren können. Nach rund 14 Monaten Regierungszeit haben sich diese Werte in den Umfragen allerdings umgekehrt.