Das Paradoxon der Wegwerfgesellschaft

Gebäude und Infrastruktur sichern unseren guten Entwicklungsstand. Dieser könnte auch mit niedrigerem Ressourcenaufwand erhalten bleiben, sagen Sozialökologen.
Gebäude und Infrastruktur sichern unseren guten Entwicklungsstand. Dieser könnte auch mit niedrigerem Ressourcenaufwand erhalten bleiben, sagen Sozialökologen.(c) REUTERS (Anton Vaganov)

Straßen, Gebäude, Infrastruktur und Maschinen beeinflussen den Ressourcenverbrauch maßgeblich. Aktuell wird die Hälfte des gesamten Materialverbrauchs weltweit für ihre Anhäufung verwendet. Das ist wenig nachhaltig.

Appelle, das individuelle Verhalten zu ändern, um den Klimawandel nicht weiter zu befeuern, lassen Helmut Haberl vom Institut für Soziale Ökologie der Boku Wien nur nachsichtig lächeln. „Auch wenn Sie sich in jedem Lebensbereich vorbildlichst verhalten, bleibt Ihr ökologischer Fußabdruck wesentlich größer als jene Fläche, die pro Erdbewohner verfügbar ist – einfach weil Sie in Österreich leben. Sie sind – ob Sie wollen oder nicht – in ein bestimmtes Ressourcennutzungsmuster eingebunden.“