Strache beichtet bei russischen Freunden

Interview von Ex-FPÖ-Chef H.-C. Strache beim russischen Sender "RT Deutsch".(c) Screenshot

Ein Berliner Landgericht schränkt die Berichterstattung über jenes Video ein, das H.-C. Strache zu Fall gebracht hat. Fragen wir also, solange das noch geht, was der FPÖ und ihrem Exchef ein Propaganda-Interview mit „RT Deutsch" bringt.

Eigentlich wollte der „Mediator“ diesmal im überhitzten August die Frage klären, ob man einen Detektiv heimlich dabei filmen darf, wie er Politiker heimlich beim ungeschützten Gedankenaustausch filmt. Nehmen wir, rein theoretisch natürlich, den höchst unwahrscheinlichen Fall an, dass diese unfreiwilligen Filmstars, berauscht von Getränken, Allmachtsfantasien und vielleicht auch noch unter anderen Bewusstsein trübenden Einflüssen von sich geben, wie scharf sie auf Korruption wären – dürfte dann der Verfertiger solch eines Videos zumindest im Abspann genannt werden? Sollte man beiläufig auch seine früheren beruflichen Meriten und ein bisschen was peinlich Persönliches in der Societykolumne veröffentlichen dürfen? Darf man auch noch lobend einen Anwalt erwähnen, der mutmaßlich solche Enthüllungen verbreiten hilft?