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Irans Kurden wittern bisher beste Chance auf Sturz des Regimes

DPKI-Kämpfer in den Bergen des Nordirak unweit der iranischen Grenze.
DPKI-Kämpfer in den Bergen des Nordirak unweit der iranischen Grenze.(c) Sebastian Backhaus

Der internationale Druck auf Teheran nährt Hoffnungen vieler Gegner des Staates auf ein Ende der klerikalen Regierung. Auch, weil die rund zehn Millionen Kurden im Iran immer selbstbewusster und militanter auftreten, reagiert das Regime mit Repression und greift Milizen der Kurden im Grenzraum zum Irak an. Eine Reportage aus einem kurdischen Camp in den nordirakischen Bergen.

Zaitun saß im Schatten der Walnussbäume, die eine Lichtung hoch oben im nordirakischen Teil des Zagros-Gebirges einrahmten. Mit dem Blick auf die glänzenden Schneefelder des 3611 Meter hohen Cheek Dar, der die Grenze zum Iran markiert, hat sie auf einem Gasbrenner Mittagessen gekocht. Es sollte Kartoffeln mit Tomaten und Faschiertem geben. Ihre beiden Brüder haben schon großen Hunger, sie ernten seit dem frühen Morgen Gurken.