Schnellauswahl

Wo die „Gstetten“ zur Stadt wird

Dort wo der Nordbahnhof früher stand, wird nun fleißig gebaut - die Anrainer Peter Rippl und Cornelia Spiola setzen sich dafür ein, dass das Viertel nicht nur "Schlafstadt" sondern, auch lebenswert wird.Mirjam Reither

Das Nordbahnviertel, bald Wohn- und Arbeitsort für 40.000 Menschen, wirkt noch etwas leblos. Anrainer wollen das ändern, und mischen sich dabei auch in die Stadtplanung ein.

Breite, betonierte Gehsteige, gläserne Fassaden, die ein klein wenig an eine New Yorker Straßenflucht erinnern, große moderne Wohnblöcke mit gepflegt begrünten Balkonen – im Nordbahnviertel im zweiten Wiener Gemeindebezirk wirkt alles sauber, akkurat, so gar nicht typisch wienerisch. Und auch ein wenig leblos.

Es sei eine „Schlafstadt“, sagen manche – die Menschen schlafen in den vielen neu gebauten Wohnungen, oder arbeiten in den großen Bürokomplexen. Aber es gibt kaum Lokale, außer Supermärkte keine Geschäfte. Das Leben ist nicht vergleichbar mit jenem auf der anderen Seite der Bahn, im alten Teil der Leopoldstadt, wo Bauernmärkte, hippe Bars und die multikulturelle Herkunft der Bewohner das Straßenleben prägen.

Dass ihr Viertel leblos ist, dagegen wehrt sich Cornelia Spiola. „Es sieht schon ein bisschen clean aus, weil so viel Neubau ist“, gibt die Anrainerin zu. „Aber man hat trotzdem das Gefühl, dass man in einem Dorf lebt“, meint die Anrainerin.

Mehr erfahren

Piano Position 1